Sahra Wagenknecht fordert Ende für G20-Gipfel

Sahra Wagenknecht fordert Ende für G20-Gipfel
Nach dem von Gewalt überschatteten G20-Gipfel in Hamburg hat Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht eine Abschaffung dieser Spitzentreffen gefordert. “Im Grunde kann die Lehre daraus nur sein, in Zukunft auf solche Show-Veranstaltungen, die sinnlos Steuergeld verschlingen und keine Ergebnisse bringen, ganz zu verzichten”, sagte die Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Sahra Wagenknecht machte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz im Zusammenhang mit den Krawallen schwere Vorwürfe. “Letztlich hat Frau Merkel die Entscheidung zu verantworten, den Gipfel nach Deutschland und nach Hamburg geholt zu haben, was sich für die Anwohner in den entsprechenden Hamburger Bezirken als Katastrophe erwiesen hat. Offenbar wollte sie schöne Bilder für ihren Wahlkampf haben. Am Ende sind es keinen schönen, sondern ziemlich düstere Bilder geworden”, sagte die Politikerin.

Die inhaltlichen Ergebnisse des Gipfels bezeichnete die Linksfraktionschefin als “ausgesprochen mager”. Das einzig Sinnvolle seien die bilateralen Treffen gewesen, wie das zwischen den Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin. “Nur dafür braucht man keine G20-Gipfel, die hunderte Millionen kosten und eine Stadt wie Hamburg drei Tage lang in einen Ausnahmezustand versetzen.” Vor diesem Hintergrund plädierte Sahra Wagenknecht dafür, Beratungen über globale Probleme in die Vereinten Nationen in New York zu verlagern. (dpa)