Von: Jan Ackermeier

Man ist heutzutage oftmals nicht mehr sonderlich populär, wenn man Wahrheiten oder gar Offensichtlichkeiten frei nach dem Motto „Der Kaiser ist ja nackt!“ ausspricht. Ich will das hier trotzdem tun: Es gibt beim Menschen ein Männchen und ein Weibchen. Das ist alles. Punkt. So hat es der Schöpfer, oder die Natur, oder wen Sie auch immer in dieser Frage bevorzugen, vorgesehen. Es gibt aber in unserer modernen Zeit des allgemeinen Hirnfraßes eine laute Gruppe, die in der Frage der Anzahl der Geschlechter anderer Meinung ist. Diese geistige Haltung hat sich nicht nur in den Hochschulen breitgemacht, sondern natürlich auch in der Politik. Das jüngste Beispiel liefert die von den Konservativen (!!!) gestellte britische Regierung.
Diese britische Regierung will sich jetzt nämlich bei den Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass in der Menschenrechtsvereinbarung aus dem Jahr 1976 der Begriff „schwangere Frauen“ ersetzt wird durch den Begriff „schwangere Menschen“. In dieser Vereinbarung steht vor allem auch das Verbot der Todesstrafe für Schwangere. Man wolle damit, so die britische Regierung, den Schutz von „Transgender-Schwangerschaften“ verbessern. Wie groß der angebliche Leidensdruck in dieser Frage ist, machen die bisher insgesamt zwei Fälle einer solchen „Transgender-Schwangerschaft“ im Vereinten Königreich deutlich.

Feministische Kritik an britischem Vorstoß

Anstatt nun selbst die Kritik an diesem Vorstoß des englischen Ministers Boris Johnson zu üben, überlasse ich lieber denjenigen das Wort, die in der Genderfrage auch diesmal über die lauteste Stimme verfügen. So kritisiert die feministische Schriftstellerin Sarah Ditum, dass die britische Regierung mit ihrer Initiative bei den Vereinten Nationen erneut versuche, Frauen „unerwähnbar“ zu machen: „Uns zu zwingen, jeden Verweis auf unser Geschlecht abzuschrubben aus Furcht, intolerant genannt zu werden, ist eine Beleidigung.“

Wie man es macht, so macht man es falsch. Um aber Frau Ditum Recht zu geben: Es gibt tatsächlich größere Probleme in der Frauenpolitik als das Binnen-I, die Verstümmelung der österreichischen Bundeshymne und Frauenparkplätze. Zum Beispiel eine echte Gleichstellung bei der Lohnzahlung oder die Anerkennung der Kindererziehungszeit auf den Pensionsanspruch.

Hirnfraß geht munter weiter

Unterdessen geht der Wahnsinn nicht nur in England munter weiter. So plant das britische Nationale Statistikamt, ab der nächsten Volkszählung 2021 den Briten freizustellen, welchem Geschlecht sie sich zuordnen, „zum Wohle von Intersexuellen und solchen, die sich keinem Geschlecht zuordnen können“. Auch die Gesundheitsbehörde NHS hat alle Hausärzte im Land nun verpflichtet, Patienten ab dem Alter von 16 Jahren nach ihrer sexuellen Orientierung zu befragen. Kritiker sehen hierin eine Verletzung der Patientenprivatsphäre und befürchten, dadurch würde wertvolle Arzt-Patientenzeit verschwendet.

Diese Rufe zur Vernunft verhallen derzeit zwar noch in der Gehörwüste vieler verantwortlicher Politiker, es besteht aber Grund zur Hoffnung, dass der pathologische Befund des Hirnfraßes mit der richtigen Therapie geheilt werden kann: gesunder Hausverstand, Spott und politischer Wille.