Von: Markus Reuter

Publiziert 14-11-2014

Blick auf den Tiananmen, auf dem 1989 die Proteste blutig niedergeschlagen wurden. CC-BY-SA 3.0 Paul Louis

Fachartikel des Wissenschaftsverlages Springer Nature, die sich kritisch mit China oder Themen wie dem Tiananmen-Massaker auseinandersetzen, sind in China nicht mehr zu finden. Dabei übt der Verlag nach eigener Aussage Selbstzensur und sperrt nach Recherchen der Financial Times über 1000 Artikel.

In einem Bericht auf tagesschau.de heißt es:

Besonders brisant: Kurz nach Bekanntwerden der Selbstzensur hat Springer Nature eine Kooperation mit Tencent vereinbart. Das ist einer der größten chinesischen Medien- und Onlinekonzerne. Der deutsche Verlag und Tencent wollen künftig im Bereich der der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung zusammenarbeiten. Dazu heißt es aus der Pressestelle von Springer Nature: „Die Sperrung von Inhalten in China einerseits und die Kooperation mit dem chinesischen Internetkonzern Tencent andererseits stehen in keinem inhaltlichen Bezug.“ Auffällig ist die zeitliche Nähe aber auf jeden Fall.