Linke Sammlungsbewegung – eine Schnapsidee oder die richtige Konsequenz aus der erkennbaren Ausweglosigkeit? – www.NachDenkSeiten.de

Linke Sammlungsbewegung – eine Schnapsidee oder die richtige Konsequenz aus der erkennbaren Ausweglosigkeit? – www.NachDenkSeiten.de

15-01-18 10:27:00,

15. Januar 2018 um 13:08 Uhr | Verantwortlich:

Linke Sammlungsbewegung – eine Schnapsidee oder die richtige Konsequenz aus der erkennbaren Ausweglosigkeit?

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Aufbau Gegenöffentlichkeit, Parteien und Verbände

Albrecht Müller

Sahra Wagenknecht hat jetzt in einem Spiegel Interview wie vorher Oskar Lafontaine vorgeschlagen, es möge sich eine linke Sammlungsbewegung zusammentun. Die NachDenkSeiten haben dafür schon immer eine große Sympathie. Steht das Projekt im Widerspruch zum Anspruch der Parteien auf der linken Seite des Parteienspektrums, Mehrheiten für sich zu gewinnen? Die Mehrheiten hätte es in den vergangenen zwölf Jahren mehrmals gegeben. Sie fanden nicht zusammen. Dass man in dieser Situation auf die Idee kommt, es möge bei uns doch so etwas ähnliches möglich sein wie mit Corbyn in Großbritannien oder wie in Frankreich wenigstens ansatzweise mit Jean-Luc Mélenchon, ist nicht verwunderlich. Albrecht Müller.

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Die bisherigen Möglichkeiten für eine Mehrheit auf der linken Seite

Hier sind die Ergebnisse für die einschlägigen Parteien:

Die Addition der Zweitstimmenergebnisse von SPD, Grünen und Linken zeigt:

  • 2005 hätte es mit 51 % locker gereicht.
  • 2009 war mit 45,6 % die Mehrheit nicht mehr gegeben. CDU/CSU plus FDP hatten 48,4 %.
  • 2013 hatte die mögliche linke Koalition mit 42,7 % eine kleine Mehrheit gegenüber der CDU/CSU mit 41,5 %.
  • 2017 reichte es für die potentielle linke Koalition mit 38,6 % nicht mehr. Schon CDU/CSU und FDP haben zusammen mit 43,6 % deutlich mehr Zweitstimmen. Dazu kommt dann noch die AfD mit 12,6 %.

Man sieht an diesen Zahlen und der Tatsache der Nichtwahrnehmung einer Koalitionschance auf der linken Seite sowohl im Jahre 2005 als auch im Jahre 2013, dass das Weiterso eines Versuchs, linke Mehrheiten zu bilden, ausgesprochen fragwürdig ist. Die Vertreter dieser Linie, die sich jetzt zu Wagenknechts Vorschlag einer Sammlungsbewegung geäußert haben, nämlich Kipping und Riexinger – siehe hier und hier zum Beispiel –, sollten sich diese Zahlen und auch die Nichtnutzung der Möglichkeiten anschauen.

Es gilt zusätzlich:

Es ist ganz und gar nicht sicher,

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