Das Geschäft mit dem Tod

14-02-18 01:32:00,

Am Montag legte das Pentagon, das US-Verteidigungsministerium, seinen Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 vor. Danach sollen bis zu 6000 US-Spezialkräfte weiter im Irak und in Syrien stationiert bleiben. Die US-Armeepräsenz sei weiter erforderlich, um zu stabilisieren und um zu verhindern, dass der „IS“ wieder auftauchen könne. Mit 15,3 Milliarden US-Dollar soll die US-geführte „Anti-IS-Koalition“ 2019 von Washington unterstützt werden. Der Betrag übersteigt das Budget für das laufende Jahr 2018 um 2 Milliarden US-Dollar.

In der Summe enthalten sind 1,4 Milliarden US-Dollar, um „US-Partner“ im Irak und in Syrien auszubilden und auszurüsten. 850 Millionen US-Dollar sind für die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga im Nordirak gedacht. 300 Millionen US-Dollar gehen an die von den Kurden geführten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDK) in Syrien. 11.000 SDK-Kämpfer wurden von der US-Armee offiziell seit 2015 bewaffnet und ausgebildet. Mit 250 Millionen US-Dollar wollen die USA eine Grenzschutztruppe im Nordosten Syriens ausbilden, das Gebiet in den syrischen Provinzen Rakka, Hasakeh und Deir Ezzor wird von syrischen Kurden mit US-Streitkräften und Verbündeten der „Anti-IS-Koalition“ kontrolliert. Auch an der südlichen Grenze zu Jordanien will das Pentagon die Sicherheitsmaßnahmen verstärken. Dor wurde ein illegaler US-Militär-Stützpunkt bei Al Tanf errichtet, auf dem die US-Armee mit Verbündeten eine „Neue syrische Armee“ trainiert.

Den größten Teil des Haushaltsplan 2019 macht mit 10,9 Milliarden US-Dollar der Einkauf bei der Rüstungsindustrie aus. Munitionsvorräte müssen wieder aufgestockt werden, die bei den „Befreiungs“-Kämpfen um Rakka und Mosul deutlich geschrumpft waren. Auf der Einkaufsliste der US-Streitkräfte stehen Hellfire Raketen und so genannte SDB-Bomben (Small Diameter Bombs), die präzisionsgelenkt ihr Ziel treffen. Stückpreis 40.000,00 US-Dollar. Die „Effizienz“ der SDB-Geschosse kann u.a. in Mosul und Rakka betrachtet werden, wo sie nach US-Armee-Angaben massiv eingesetzt wurden und ganze Stadtviertel in Schutt und Asche legten.

Die Geschäfte für die US-Rüstungsbranche laufen gut. Der Kampf gegen den „IS“ kostete die US-amerikanischen Steuerzahler nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums 2016 täglich rund 11 Millionen US-Dollar. Den Auftakt der „Anti-IS-Koalition“ in Syrien machten im September 2014 mindestens 47 Marschflugkörper der Marke Tomahawk, die von US-Kriegsschiffen im Golf auf die syrischen Ölförderanlagen im Osten des Landes gefeuert wurden. Der Stückpreis variiert je nach Größe zwischen 500.000 – 2,03 Millionen US-Dollar. Seit Juni 2015 erhöhten sich die täglichen Kosten für den „Anti IS-Einsatz“ der US-Streitkräfte schlagartig um 2 Millionen US-Dollar. Allein die US-Luftwaffe hat seit August 2014 5,5 Milliarden US-Dollar verschlungen.

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