Finanzsystem: Die Notenbanken werden den nächsten Crash nicht mehr aufhalten | www.konjunktion.info

16-02-18 05:52:00,

In den letzten Monaten haben die wichtigsten Zentralbanken der Welt ihren Sprech verändert. Gerade wenn man die Äußerungen von Fed und Co. im Vergleich zu den Vorjahren betrachtet, erkennt man, dass die Notenbanken ihre Anmerkungen gegenüber der Öffentlichkeit entscheidend verändert haben.

Nehmen wir die EZB als Beispiel für diese “Anpassungen”. Offizielle in Frankfurt weisen vermehrt auf die Möglichkeit eines Zurückfahrens der Stimulimaßnahmen bis zum September diesen Jahres hin, so dass einige Ökonomen sogar Zinserhöhungen noch in diesem Jahr erwarten. Die Bank of England hat bereits mit ihrem Programm der Zinserhöhungen begonnen und gab zudem bekannt, dass weitere im Laufe des Jahres folgen könnten. Die Bank of Canada fährt ebenfalls mit ihrer Politik der Zinserhöhungen fort und spricht auch davon, dass weitere in diesem Jahr noch folgen. Die Bank of Japan hat ihrerseits damit begonnen die Anleihenaufkäufe zu reduzieren, was die seit Jahren stattfindende Stimulimaßnahmen zu einem Ende bringen wird. Zwischenzeitlich sitzt die BoJ auf einer Bilanzsumme von sagenhaften 4,7 Billionen US-Dollar.

Dieser globale Trend der “fiskalischen Straffung” ist nur ein weiteres Beweisstück, das belegt, dass die Notenbanken NICHT unabhängig voneinander agieren. Vielmehr handeln sie in einer aufeinander abgestimmten und abgesprochenen Art und Weise – ausgehend von einem gemeinsamen Plan. Aber trotz allem ist keine der Trendumkehrungen der anderen Zentralbanken mit den enormen Verschiebungen und Veränderungen der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve vergleichbar. Und da die Fed immer noch die wichtigste Zentralbank der Welt ist, hat dies nicht nur für die USA massive Folgen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Als die Fed damit begann ihre Quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) zurückzufahren, konnte sich das zu Beginn niemand vorstellen, dass die Fed so handeln würde. Auch als die Fed die Zinsen begann nach oben zu fahren, sprachen viele Analysten davon, dass das nicht durchführbar sei. Und jetzt, wo die Fed zudem noch ihre Bilanzsumme um ca. 4 Billionen US-Dollar zurückfahren will, nehmen nur die Wenigsten wahr, dass dies sehr viel schneller passiert als die Meisten annahmen.

Klassische Mainstreamanalysten werden dazu nur ausweichend Stellung beziehen. Sie werden darauf hinweisen, dass viele Investoren schlicht nicht daran glauben,

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