Interview mit dem Programmdirektor des deutsch-französischen Senders ARTE – mit Bezug zu den als fragwürdig betrachteten Putin vs. USA-Sendungen – www.NachDenkSeiten.de

16-02-18 12:50:00,

16. Februar 2018 um 12:00 Uhr | Verantwortlich:

Interview mit dem Programmdirektor des deutsch-französischen Senders ARTE – mit Bezug zu den als fragwürdig betrachteten Putin vs. USA-Sendungen

Veröffentlicht in: Interviews, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik

Ulrike Sumfleth hat mit dem Programmdirektor Bernd Mütter über die von den NachDenkSeiten verlinkten und kritisierten Sendungen „Putin vs. USA“ gesprochen. Das Interview ist ein Beispiel dafür, wie innerhalb eines begrenzten Meinungsspektrums Vielfalt suggeriert wird. Man muss zur besseren Erkenntnis ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Am Ende des Interviews finden Sie als Nachtrag eine Vorschau auf weitere Sendungen, leider auch wieder Propagandasendungen. Albrecht Müller.

Welche politischen Signale sendet Arte?

Mit der Doku „Putin vs. USA“ erhitzte Arte die Gemüter. Auch viele NachDenkSeiten-LeserInnen sahen darin Propaganda und trugen zur Untersuchung bei. Die Debatte und die Leserbriefe finden Sie hier. Anlässlich der Jahrespressekonferenz in Hamburg sprach Ulrike Sumfleth mit Programmdirektor Bernd Mütter über den Film.

Von Ulrike Sumfleth

Vorweg: Worum geht es in dem Streit um die Doku „Putin vs. USA“?

„Shame on U arte!“ Solche Kommentare fanden sich zuletzt dutzendfach auf der Arte-Internetseite, wo die zweiteilige US-Dokumentation bis 15. Februar angeschaut werden konnte. „Bei den meisten anderen Sendern“, schreibt der User namens Spencer Verse, „hätte mich das gar nicht weiter gestört, aber dass ihr nun in dieses Horn blast, ist eine große Enttäuschung. Das ist N24-Niveau.“

So wie Spencer Verse ergeht es vielen. Sie empfinden die vom ZDF eingekaufte US-Doku als Propagandakeule. Putin werde dämonisiert. Zu sehen ist allein die amerikanische Sichtweise. Die meisten Interviewpartner sind US-Geheimdiensten, US-Regierung und US-Mainstream-Medien zuzuordnen. Regisseur Michael Kirk versuche, eine angebliche Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen 2016 durch Russland darauf zurückzuführen, dass Putin einst KGB-Agent war und persönlich gekränkt wäre durch das geopolitische und militärische Handeln der USA in der Welt. Beweise bleibt er aber schuldig. Die eigene Geopolitik werde verharmlost und glorifiziert.

Auch der Verein „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.“ legte Programmbeschwerde ein: „Der Film entsprach mindestens acht der zehn Grundsätze der Kriegspropaganda gemäß Lord Arthur Ponsonby.“ Diese kann man z.B. hier auf Wikipedia nachlesen.

Und ferner:

„Der Film lief deshalb Ihren staatsvertraglichen Verpflichtungen,

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