Zentralbanken: Doch negative Zinsen und Besteuerung von Bargeld durch RFID-Chips? | www.konjunktion.info

27-02-18 04:01:00,

Bargeld ist in den Augen seiner Befürworter gerade deshalb so wichtig, weil es die Privatsphäre schützt, die Anonymität gewährleisten und die vollkommene Negativzinseinführung verhindern kann. Aber gerade dieser Umstand ist den Notenbanken ein Dorn im Auge. So kommt nachfolgender Vorschlag in diesem Kontext nicht überraschend:

Goodfriends Idee war es, Magnetstreifen in die Scheine zu stecken. Jedes Mal, wenn das Geld an eine Bank zurückgegeben wurde, würde das Geld zu einem vorher festgelegten Preis besteuert. Das würde Einzelpersonen davon abhalten, Bargeld zu horten und ein Hindernis für Zentralbanker bei der Festlegung negativer Zinssätze zu beseitigen.

(Goodfriend’s idea was to insert magnetic strips into the bills. Each time the cash was returned to a bank, the money would be taxed at a pre-determined rate. That would discourage individuals from hoarding cash and remove one obstacle for central bankers in setting negative rates.)

Marvin Goodfriend - Businessinsider - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.comMarvin Goodfriend - Businessinsider - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.com

Marvin Goodfriend – Businessinsider – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.com

Dabei ist der im Zitat erwähnte Goodfriend nicht irgendjemand. Marvin Goodfriend ist ein Insider der US-Zentralbank Fed, Ökonom und wurde von Donald Trump im November 2017 als Mitglied für das Federal Reserve Board of Governors nominiert. Goodfriend kann auf eine lange Liste von Anstellungen im Dunstkreis der Zentralbanken, Elite-Universitäten und der US-Regierung blicken. In klassischer Drehtürmanier bekleidete er auf allen Seiten zahlreiche Positionen. Goodfriends Aussage kann als Beleg gewertet werden, dass die Zentralbanken nach wie vor alles daran setzen, den einfachen Bürger und dessen Geldflüsse überwachen, kontrollieren und letztlich im Sinne des Systems “vereinnahmen” zu wollen, um anonyme Käufe, klassische Sparanlagen und Geschäfte zu einem Relikt vergangener Tage zu machen.

Goodfriends Hinweis auf “negative Zinsen”, die “Anreize für die Banken” schaffen sollen Geld freizügiger zu verleihen bzw. als “Anreiz für Unternehmen und Privatpersonen” ihr Geld zu investieren und auszugeben anstatt es zu sparen und Gebühren dafür bezahlen zu müssen, belegt, dass zur Realisierung umfassender Negativzinsen das Bargeld entweder abgeschafft oder – alternativ – monitor- und trackbar gemacht werden muss.

Marvin Goodfriend gilt als Advokat sowohl negativer Zinsen als auch für diese trackbare Form des Bargeldes. Und jener Marvin Goodfriend wird alsbald eine der wichtigsten Positionen im US-Zentralbankensystem inne haben. Letztlich propagiert er eine andere Form der Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing,

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