Wir sind die Veränderung

01-03-18 08:10:00,

Je mehr ich mich auf verschiedenen Medien informiere, wie es um unsere Welt steht, umso fester zieht sich der Knoten in meinem Bauch zu. Wenn ich Gesprächen in meinem direkten Umfeld lausche, ergreift mich eine gewisse Hoffnungslosigkeit.

Die einen meckern über korrupte Politiker, andere wettern gegen Flüchtlinge und Immigranten, die nächsten gegen die Finanzwelt und Reichen, der Rest beschwert sich über seine Arbeit, die Familie oder die Gesamtsituation.

Nach Träumen ist mir in dieser Atmosphäre kaum zumute. Doch ist es nicht genau das, was wir jetzt am nötigsten brauchen?

Unsere Innenwelt hat Einfluss auf unsere Außenwelt. Und umgekehrt. Die Außenwelt saugt zur Zeit sämtliche Kräfte aus mir heraus und ich sehne mich nach Menschen, die noch daran glauben, dass wir wachsen, dass wir als Menschheit die Kurve kriegen, dass wir Aufwachen.

Für jeden Menschen bedeutet Aufwachen wohl etwas anderes. Die einen meinen damit das spirituelle Erwachen, andere eine misstrauische Haltung gegenüber unserem System, unseren Mainstream-Medien und unseren Politikern.

Für mich heißt Aufwachen, uns wieder bewusst umzuschauen und auf unser Innenleben und unsere Umgebung zu achten.

  • Was denken wir? Wie sprechen wir mit uns selbst und anderen?
  • Was glauben wir? Warum glauben wir es? Aus eigener Erfahrung oder weil es uns jemand erzählt hat?
  • Sind wir eher frustriert? Aggressiv? Oder freundlich und offen?
  • Achten wir mehr auf die Fehler anderer oder auf uns und unser Verhalten?
  • Was hindert uns daran, etwas zu unternehmen, wenn uns etwas missfällt? Was würde uns motivieren, etwas zu unternehmen?

Aufwachen bedeutet für mich, sich immer wieder einige oder alle dieser Fragen zu stellen. Unser Leben nicht im Automatikmodus an uns vorbeirauschen zu lassen.

Wie viele Menschen sehe ich in den Straßen, Bahnen und Bars, in Spanien, in Frankreich, in Deutschland, die sich nicht nur keine Fragen mehr stellen, sondern sich regelrecht selbst wie eine Müllhalde behandeln und wie abgewrackte Zombies umherziehen.

Das Wort klingt hart. Es bringt zum Ausdruck, wie sehr es mich schmerzt, wenn ich solche verlassenen Körper durch die Welt schreiten sehe.

Ich kann sie nicht erreichen, ihnen nicht helfen. Sie leben in einer anderen Welt als ich. Wir gehen aneinander vorbei, wir könnten uns berühren, umarmen, unterhalten, doch irgendeine unsichtbare Mauer trennt uns voneinander.

 » Lees verder