Buchtipp: “Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!” (1) | KenFM.de

kenfm.de · by Ken Jebsen · March 9, 2018


Exklusivabdruck aus dem Buch:
„Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!“
von Fariss Wogatzki

Seit 1948 werden die Verbrechen Israels gegen das Volk Palästinas durch sie [die UNO] offensichtlich befürwortet. 1917, Balfours Unrecht ist der Beginn allen folgenden Unrechts. November 1947 UNO-Unrecht!

15.05.1948 – Unrecht!

Die Frage, eine von vielen, eine derer, die zur Menschenvernunft im Stande ist, ist: Stehen die Palästinenser unter einem irgendwie gearteten Schutz? Die Antwort wurde schon lange gefunden. Und ich finde in meiner Schlussfolgerung den Grund, die Kausalität, wie einen giftigen roten Faden, untrennbar, nur in seinen grauenvollen Beispielen mannigfaltig und komplex, doch im Wesen seines Unrechts klar, einfach, offensichtlich. Der sogenannte „Friedensprozess“ wie „Oslo I“ zeigte sich immer als das, was er immer sein sollte: Das Verstärken der Fundamente des umfassend rassistischen Staatswesens Israels – Ausbau des US-Brückenkopfes im Nahen Osten.

Israel, das sich von der Apartheidgeschichte Südafrikas nur dadurch unterscheidet, dass sich Israel, von westlichen Staaten subventioniert, gegen Palästina durch Gewaltverstärkung auszeichnet. Dem Vermögen zu denken mit der gleichzeitigen Unfähigkeit, Tatsachen zu leugnen, dessen bin ich mir bewusst und wende dieses Wissen auch an. Hilfreich, der Geist, der denkt! Die grundlegenden Fakten über die Entstehung Israels zu wissen, ist wichtig, mehr aber noch, einen aufrechten Charakter zu haben, der in seinem Innersten jeglichen Rassismus ablehnt. Es ist vollkommen unbedeutend, wer gegen wen Rassismus ausübt. Unterscheidungen, Abstriche, Überlegungen, vermeintliche Gründe für Rassismus – all das bedeutet gar nichts. Menschenrechte sind mehr als ein Diskurs in der UNO oder deren Aushebelung.

Die Bezeichnung „israelisch-palästinensischer Konflikt“ ist böswilliger Euphemismus, der die “Konflikt”-Kontrahenten in ihrem Kräfteverhältnis als deckungsgleich darstellt.

Das ist kein Konflikt!

Wer sprechen will, soll beim Namen nennen, was er zu sagen wünscht. Wer nicht, er solle schweigen, wenn er allein Meinung statt Wissen reden will. Das, was den Palästinensern seit Jahrzehnten unter enormen Grausamkeiten durch Israel angetan wird, ist Faschismus. Soll der Deutsche, soll die Welt eine „andere Sprache“ sprechen, wenn es um Israel geht – es dabei aber um Handlungen geht, die die Menschheit aus dem deutschen Faschismus kennt?

Weshalb eine besondere Sprache? Es soll verstanden, nicht missverstanden werden. Palästina ist nicht komplex, denn dieser sogenannte Konflikt ist eindeutig.

Palästina ist auch nicht mehr komplex, denn das Gros der palästinensischen Kultur, von Natur, Kunst, Land, religiöser Baukunst, Stadtgestaltung – die Leben der palästinensischen Familien wurden vernichtet. Zweifelsfrei hat Israel, neben den USA, die modernste Militärtechnologie weltweit. Deutschland trägt, wie an der Dolphin-U-Boot-Staffel aufgezeigt, zwischen 33% und 100% aus Steuergeldern finanziert, das seinige zum Fortbestehen der Katastrophe bei.

Wurde die U-Boot-Staffel prozentual im Austausch für begangene deutsch-faschistische Verbrechen gezahlt, oder wurde die U-Boot-Staffel für Israel gezahlt? Immerwährende Verantwortung ist eine unzureichende, weil keine Antwort. Und soll es doch eine Antwort darstellen, so steht diese Antwort für die Zustimmung des Mordes an Palästinensern. […]

Will ich mich bilden, dann bilde ich mich durch Gebildete! Will der Mensch Wissen, so soll er sich Wissen aneignen und dieses noch einmal denken. Vorgedacht wurde doch bereits! Nutze der Mensch doch Wissen nicht als Datenansammlung und Auswendiglernerei, für schöne Tischgespräche, sondern zur höheren Entwicklung des Menschseins, zum tatsächlichen kulturellen Aufstieg. Im System des Imperialismus kann ich keine Entwicklung feststellen, allein eine höhere Ausgefeiltheit in seinen ihm innewohnenden Unzulänglichkeiten.

Ich lese im November 2016: Israel erhält weitere Milliarden US-Dollar Militärsubventionen. Den Palästinensern werden die Folgen der Militarismusunterstützung in die Leiber geschossen. Ich lese im November 2016: Sechstes U-Boot für Israel geplant, zu einem Drittel aus Steuergeldern finanziert. Und irgendein Hansel will dies als lukrativ für Deutschland verkaufen, denn dadurch würden Arbeitsplätze gesichert. Das Geld käme ja wieder rein. Auf den NS-Spruch “Sozial ist, was Arbeit schafft” wird verwiesen. Wird so ein intellektuell-seelischer Unflat irgendwann über den Lagertoren, den sogenannten “israelischen Kontrollpunkten” von Kissufim, Sufa, Eres usw. stehen? Wer findet dergleichen nicht lächerlich, dumm, anmaßend? […] Am östlichen Mittelmeer und der Levante sind es die Palästinenser, die über die Klinge zu springen haben, am Hindukush die Afghanen, in Aleppo die Syrer, in Baghdad die Irakis usw. Natürlich sind die Bürger von Deutschland auf den Klassen-Wertekatalog und die Deutsche Intelligenz Norm getrimmt worden. Volker Pispers sprach einmal vom „promovierten Pöbel”.

Werden die Bürger in Deutschland wirklich dazu gezwungen, jede Erbärmlichkeit des Staatswesens als Tatsache, als Notwendigkeit hinzunehmen? Hat der Staat das Recht erhalten, staatsschädlich zu agieren, und wenn ja, vom wem hat er dieses Recht erhalten? Ist derjenige ein Antisemit, der die Verbrechen Israels gegen die Palästinenser beim Namen nennt? Wie könne die Antwort lauten? Die Antwort kann nur an den Handlungen Israels festgemacht werden. Wertungen haben hierbei keine Bedeutung.

Kein Mensch in Deutschland sollte weiterhin dies hinnehmen: Deutschlands Unterstützung von Kriegshandlungen. Ausschließlich die komplette Entsagung militärischer Handlungen inklusive Herstellung und Vertrieb von Militärgerät stellt die wahrhafte, daher glaubhafte Lehre aus dem deutschen Faschismus dar. Alles andere sind nichts als Worte.

Und alle Menschen in Deutschland mögen jegliche Produkte, die den Aggressor Israel weiter befähigen, dass palästinensische Volk zu unterjochen und auszumerzen, durch Militärterror Palästina zu geißeln, entschieden ablehnen. Die Welt ist bereits ausnehmend ungerecht, wir zahlen mit von unserer Arbeit erzeugten Steuern Milliardensummen, die gegen die Völker eingesetzt werden. Es kann nur Recht und Pflicht sein, dass ich alle weiteren Gaben für Unrecht und Apartheidregime ablehne. Wie es Noam Chomsky zurecht gesagt hat, muss der Boykott gegen die Apartheid komplett, d.h. auch auf US-Produkte ausgeweitet werden.

Israelische Produkte, vollständig und ganzheitlich jedwedes israelische Produkt, meide ich. Vollständiger Boykott! Kein Konsum israelischer Produkte. Wirtschaftlich, akademisch, kulturell!

Das weiß ich: Wir haben im Kapitalismus eine einzige Freiheit und das ist die Freiheit des Konsums. Nutze also auch ich diese Freiheit und konsumiere Produkte, deren Herkunft aus friedvollen Staaten ist. Israel ist ein Rassistenstaat, seine Produkte sind Rassistenprodukte. Es sind keine Produkte zur Kaufempfehlung, daher steht auch für mich klar: Null Konsum von Produkten aus Israel und seinen Koproduzenten.

Linientreue Berichterstattung

[…] Jegliche Information aus den Systemmedien kann nur noch zur Einholung von linientreuer Berichterstattung hergenommen werden. Zur stammtischnahen Unterhaltung. Doch sachliche, engagierte, vor allem aber, an den Grundwerten eines souveränen, demokratischen, weltoffenen Staates ausgerichtete …? ZDF – mit dem Fußknöchel sieht man besser. Tendenzfreie Information… ARD – Hier sitzen sie in unserer Reihe. Die anderen? – – – Fehlanzeige.

Sind die etablierten und systemtreuen Medien in Deutschland zu mehr zu gebrauchen, als dem, was jetzt den Menschen gegen Rundfunkzwangssteuer vor die Füße geworfen und als Vernunft deklariert wird? Auch wenn, wie das inhaltliche Niveau, die Zuschauerzahlen der Öffentlich-Rechtlichen Medien sinken, so stellen diese, wie die artgleichen Privatsender, lebensbegleitende Entwicklungsprozesse bei Menschen dar. Es werden geistige, kulturelle, lebenspraktische, personale sowie soziale Kompetenzen frakturiert. >>Reporter ohne Grenzen<< (ROG) untersuchte für das Jahr 2015 die Pressefreiheit, respektive deren Eingrenzung bis hin zum faktischen Nichtvorhandensein. Es wurden die Plätze für Deutschland als auch für Israel nach verschiedenen Kriterien ermittelt. So viel nur, in Deutschland wird in den Nachrichten nicht sonderlich gelogen, werden Journalisten noch nicht in dem Maße attackiert wie in Ländern, über die einerseits entweder nicht berichtet wird, deren Interesse in Deutschland gering ist, oder dessen herrschende Diktatoren Geschäftspartner der Bundesregierung sind: Qatar und Saudi Arabien, mit dem öffentlichen Hinrichten von Menschen. Aber, wie bekannt, muss man sich nicht am Schlechten ein Beispiel nehmen.

In Israel unterliegen Themen der nationalen Sicherheit jedoch der Militärzensur und gelegentlichen Nachrichtensperren. „Übergriffe der Armee gegen palästinensische und ausländische Journalisten in den Palästinensergebieten sind häufig und bleiben fast immer straflos.“ Während der Offensive ´Protective edge´ wurden „mehrere Pressevertreter und Medienhäuser beschossen […].” heißt es für das Jahr 2014. Die Berichte von ROG über den demokratischen Wert der Pressefreiheit stellten einen Ausschnitt dazu dar, so wurden TV-Reporter, u.a. Fotoreporter Fadi Arouri, im Oktober 2015 bei palästinensischen Protesten in der West Bank (nahe Al Bireh) mit Pfefferspray www.middleeasteye.net/news/video-soldiers-pepper-spray-palestinian-medics-728920877 attackiert. Ein Video zeigt wie israelische Soldaten einen geistig zurückgeblieben 11-jährigen Palästinenser am vergangenen Sonntag misshandeln.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten das gewaltsame Vorgehen scharf. Das Video, aufgenommen von einem Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation B`Tselem, dokumentiert, wie israelische Soldaten nahe der „jüdischen“ Siedlung Kriyat Arba, den 11-jährigen gewaltsam gegen ein Militärwagen drücken, ihm Handschellen und Augenbinde anlegen. […] der Junge […] kann nicht sprechen. Auf dem Video ist ebenfalls zu sehen, wie die anwesenden Siedler das Vorgehen der Soldaten beklatschen und bejubeln. (RT.Deutsch, 23.10.2014) 1. November 2015, ein IOF-Söldner hält einen palästinensischen Reporter fest im Griff, nachdem mehrere seiner Dienstkollegen der IOF-Einheit ihn umkreist hatten, drängte der IOF-Söldner, mehr und mehr den Sichtbereich zu verlassen. Die Einheit hält weitere Reporter davon ab, dem Kollegen beizustehen und ihre Arbeit zu machen. Der IOF-Akteur drängt den attackierten Reporter immer weiter von der Gruppe seiner Kollegen weg. Hinter dem IOF-Akteur ein weiterer IOF-Dienstleistender, der dem Aggressor Rückendeckung gibt. Deutlich zu sehen sind die Gesten mit der Hand des IOF-Akteurs, den Reporter offensichtlich bedrohend, sie verschwinden hinter einem Militärfahrzeug. […] Der Staat Israel schafft es, seine Soldaten auf Kinder und Jugendliche mit Gewehren zielen und abdrücken zu lassen, mit Schlagstöcken, Gewehrkolben zu misshandeln, zu verprügeln, Siedlerterror gegen Palästinenser zu eskortieren, Hausüberfälle durchzuführen, Caterpillar-Raupen und Bulldozer zu fahren, um Häuser zu zerstören.

Aber eines ist nicht mehr möglich, und zwar, die Verbrechen wirklich geheim zu halten. Die schöne neue Welt, mit Elektronik, zuvorderst für militärische Zwecke auch an Universitäten in Deutschland und der Welt entwickelt, dann für den zivilen Verbraucher freigegeben durch die großen Elektronikfirmen und für die Allgemeinheit käuflich, kann auf diese zugreifen. Es ist die Technik, mit der es der Welt möglich ist, über Kriegs- und Alltagsverbrechen zu berichten. Diese Möglichkeit steht jedem Menschen in Israel, Palästina und in unseren Breitengraden zur Verfügung. So sind Videos von prügelnden israelischen Polizisten, randalierenden, mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Siedler, rechtsradikale Jugendliche in Israel auf Palästinenserhatz, im Internet für jeden abrufbar. Die Smartphonetechnologie ermöglicht hochauflösende Fotografien von demonstrierenden palästinensischen Jugendlichen, deren einziges Verbrechen es ist, gegen ihre Inhaftierung aufzubegehren, sich zu weigern, dies als gegeben hinzunehmen. Viele kennen das entsetzliche Beweisvideo: Mista’aravims infiltriert in eine eskalierende Demonstration, bei der Steine geworfen werden, Schüsse fallen, Undercover-Agenten, mit Kufiya verkleidet und bewaffnet mit Handfeuerwaffen, ergreifen einen Palästinenser.

Das Opfer, gekleidet mit einem rot-blau-gestreiften Pullover, darunter ein weißes Unterhemd, dunkle Jeans. Drei Vermummte, einer mit Kufiya und dunklem T-Shirt, der andere trägt ein weißes, der dritte Mista`aravim ein gelbes T-Shirt; alle drei bewaffnet, stürzen sie auf den aussortierten Palästinenser. Der am Boden liegende Palästinenser wird vielfach mit massiven Tritten und Faustschlägen traktiert. IOF-Söldner und weitere vermummte, verdeckte Störkräfte sichern mittels Schüssen die Sonderbehandlung. Der Sondersöldner mit schwarzem T-Shirt prügelt mehrfach mit ausholendem rechten Arm auf den, teils am Boden, teils halb in die Höhe gezerrten Opfer, während seine Söldnerkollegen das Opfer halten und weiter zur israelischen Seite über die mit Steinen übersäten Straße zerren. Anm.: Hier wird die Kufiya zu Angriffe gegen Palästinenser als Tarnung der Undercover stately violent criminals verwendet; siehe Aussage derer, wie online zu lesen, die Kufiya werde von Rechtsradikalen getragen. […] Dem Opfer wird in sicherer Distanz zu den Demonstranten, in unmittelbarer Umgebung eines IOF-Jeeps, von der Person mit gelben T-Shirt eine Pistole auf den linken Oberschenkel, leicht innenseitig angelegt. Es fällt ein Schuss, der rechte Arm, in deren Hand die Pistole gehalten, hebt sich ruckartig. Der Vermummte prügelt noch einmal auf das bewegungslose Opfer ein. (https://www.youtube.com/watch?v=VZ4ppVnBjM4)

Radio Utopie: Ramallah; Palästina – Bilder vom faschistischen Kolonialregime Israels – Aufnahmen: Israelische Besatzungskräfte infiltrieren Proteste, schießen bereits festgenommenen Palästinenser gezielt an und misshandeln ihn dann weiter minutenlang so brutal wie sie nur können (08.10.2015). „Wir sind schlichtweg nicht neutral.“ Wenn Merkel oder sonst wer meint, hier seien Vergleiche unangebracht, um zu beschreiben, was beschrieben werden muss, hat dies auch zu geschehen. Merkels, und oder sonst wessen meinen ist ernster Dinge unerheblich. Den Vergleich gibt die Geschichte und Gegenwart vor: Das ist identisch mit den widerlichsten deutschen Verbrechen zwischen 1933 und 1945. Als die SS, die Wehrmacht, die Sonderkommandos durch Krakau und andere Städte besetzter Länder marschierten, auf Juden wegen ihres Jüdischseins Jagd machten, Morde ausführten. Die Qualität der israelischen Handlungen sind denen der damaligen deutschen Handlungen identisch. Worin? In Gewalt, Brutalität, Rassenhass. Der Unterschied zwischen Israels Faschismus und Deutschlands Faschismus: Die Quantität. Anm.: Auf die bekannte, bereits erwähnte Aussage von Prof. Norman Finkelstein in >>Die Holocaustindustrie<< wird verwiesen.

Und was machen die meisten deutschen Medien des 21. Jahrhunderts? Je mehr Israel Terror streut, je mehr mitfühlende Menschen gegen diesen imperialistisch-faschistischen Terror demonstrieren, desto weniger taugt dieser Leerbegriff “Antisemitismus” gegen Freunde Palästinas. Die Aussage, Judentum sei mit Israel identisch, ist eine Behauptung, die bei informierten Menschen weder von vornherein gegeben ist, noch argumentativ ankommt. Religiöse Juden, daher nicht Juden der Herkunft, der Werbung oder dem Etikett nach, können keine Israelis sein, andernfalls würden sie der Thora widersprechen. Möglicherweise bewusst auf Täuschung ausgelegte Aussagen behaupten: „…werden Juden oft für die israelische Politik haftbar gemacht.“, was zumindest bei informierten Menschen nicht zutrifft.

Man vergleiche die Aussagen von Friedensaktivisten von B`tselem, Breaking the Silence bis Peace Now und vielen Gruppen mehr, als auch von Einzelpersonen jüdischer Herkunft, von Moshe Zuckermann bis zu Renen Raz. Anm.: Moshe Zuckermann: “An Niedertracht steht dabei der skrupellose Antisemitismus-Vorwurf der herkömmlichen antisemitischen Besudelung des Juden in nichts nach.” Das Zerrbild der Kollektivschuld, es verschleiert, es schmiert, es vernebelt die Gehirne.

Ausgesuchte Erinnerungskultur, die immerwährende Verantwortung in die Lebenswirklichkeit der Gesellschaft einmeißelt, einhämmert, mit Blödheit und Stumpfsinn, durch Banken- und Wirtschaftslobby, mit Zionatoren und Schändern im Gleichschritt, wissend um die Riesenschar der Nazis in der Bundesregierung nach ihrer Gründung. Die Schuld der Deutschen am Massenmord der Juden aus ganz Europa als „Singularität“ der Verbrechen wird zu einer unvorstellbaren Monstrosität formuliert.

Das einseitige Geschichtsnarrativ sitzt tief. Das Geschichtsbild wird auf eine Opfergruppe reduziert, stilisiert, monumentalisiert. Das Unaussprechliche! Wenn etwas machbar war, ist es, wird es immer, machbar [sein]. So lange es zur Unaussprechlichkeit tabuisiert wird, wird es immer wiederkehren, in einer Redundanz von Gier, Mord und Totschlag. Es ist ein zum Schweigen und zur Apathie domestiziertes Deutschland, ein Volk, das einer allein parlamentarischen Demokratie schonungslos ausgeliefert ist. Ich erlebe, wer Kritik an Israel äußert, wird umgehend zum Antisemiten, zum Holocaustleugner, zum Rassisten, zum Rechtsradikalen, zum typischen Linken eingestuft. […] Kriegsgegner und Friedensaktivisten, Weltbürger, Freunde aller Länder, Kulturen und religiösen Bekenntnissen, lasst diese Dummheiten an Euch vorbeiziehen, wehrt euch gegen die Unterstellungen, in dem ihr euch um so mehr für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen einsetzt.

Israelischen Terror beim Namen zu nennen, ist nicht antisemitisch! Wer aber fordert die Morde zu verschweigen, ist ein Rassist. Wer fordert, alle Juden wären Israelis, leugnet das Judentum. Wer fordert, es gäbe eine letzte Verantwortung gegenüber Israel, der sagt nur den Ort seiner Interessenlage, sagt aber nichts über das Judentum. Helmut Schmidt [sagte]: “Wir haben keine Bündnisverpflichtung gegenüber Israel. Und die sollten wir auch nicht von uns aus proklamieren oder anstreben.” (Sendung: „Bei Beckmann“; 2010 ARD) Ich habe die Vermutung, Vertreter zionistischer Interessen in Deutschland glauben, der Holocaust lässt sich für die Belange Israels nützlich machen. Es findet eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Waren zu Zeiten des faschistischen Deutschland auch[!] Juden Opfer der Vernichtungsideologie, so sind es seit 1948 die Palästinenser.

Wieso sollten wir zu Tatsachen schweigen? Es gibt keinen Grund, niemals, und bei keinem Thema, das Denken einzustellen. Die Folge des deutschen Faschismus, des Massenmords an den Juden Europas ist der Terror, die Ermordung der Palästinenser. Ich wurde nicht zur Verallgemeinerung und/oder Interpretation des deutschen Faschismus erzogen. Ich wurde auch nicht erzogen, auszublenden, dass die palästinensische Kultur unwiederbringlich zerstört, das Land geraubt, die palästinensischen Bräuche mit Verboten belegt werden. Leben, umgeben von Militärposten, Checkpoints, hunderten Kilometern Betonmauer, deren Höhe für westliche Werte unbekannt ist.

Ich wurde nicht zum Leugnen erzogen, weshalb also sollte ich lügen?! Sie, die Palästinenser, werden wiederkehrenden Massakern unterworfen. Erklärungsversuche für die extreme Gewalt des Militärs, die der israelische Staat bringt: Gegen Steinewerfer braucht man Apache-Helikopter und Panzer. Häufig zu lesen und nicht von der Hand zu weisen, sind die Palästinenser als die letzten Opfer Hitlers. Gleichfalls ist diese Beschreibung die Reduzierung des deutschen Faschismus auf eine Person: Hitler. Diese unzutreffende Argumentation ließe sich zweifelsfrei fortführen…

Der vorliegende Text wurde dem Buch >>Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!<< (Zambon Verlag 2017) entnommen, durch den Autor Fariss Wogatzki für KenFM adaptiert. Fußnoten im Buchtext wurden als Anmerkung versehen, sofern für den vorliegenden Text erforderlich. Leseprobe, Kapt. 1: https://faresfalastin.wordpress.com

Der Autor ist demnächst Gast bei KenFM im Gespräch.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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