“Smarte Geräte”: Im Dienste der Strafverfolgungsbehörden | www.konjunktion.info

12-03-18 09:38:00,

Bereits mehrfach habe ich über Fälle berichtet, in denen Informationen und Daten, die von sogenannten “smarten Geräten” aufgezeichnet wurden, bei Gerichtsverfahren zum Einsatz kamen.

Bislang wurden die gewonnen Daten von Amazon Echo und Co. immer erst durch die Behörden angefragt, wenn es zu Ermittlungen kam. Doch dies scheint sich gerade zu ändern. Denn die britische Polizei versucht gerade ein Programm zu implementieren, bei dem die Nutzer präventiv die Inhalte den Ermittlungsbehörden zur Verfügung stellen sollen.

Amazon Echo 1. Generation - Bildquelle: Wikipedia / Frmorrison; GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2Amazon Echo 1. Generation - Bildquelle: Wikipedia / Frmorrison; GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2

Amazon Echo 1. Generation – Bildquelle: Wikipedia / Frmorrison; GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2

So berichtet das Online-Magazin The Intercept über ein in Lancashire, England im Einsatz befindliches Programm, dass speziell von der dortigen Polizei in einer Partnerschaft mit den Amazon Echo-Entwicklern ins Leben gerufen wurde, um bestimmte Updates und Informationen zu Straftaten in der Region zu verbreiten. Die Echo-Besitzer will man somit zu effektiven, neuen Augen und Ohren der Strafverfolgung machen. Interessant ist dabei zudem, dass die Daten nicht mehr von den Behörden verwaltet werden, sondern von Amazon:

Lancashire County wird die Verbrechensberichte der Bürger auf den Servern von Amazon speichern, statt auf denen, die von der Polizei betrieben werden.

“Wenn wir die Nachfrage über Spracherkennung oder sprachgestützte Technologie in unsere Call-Center reduzieren können und der Gemeinde tatsächlich die Informationen geben, die sie benötigen, ohne dass sie sich bei der Polizei einwählen müssen, dann ist das enorm”, sagte der Innovationsmanager Rob Flanagan von Lancashire Constabulary laut TechSpot auf der College of Policing Conference.

(Lancashire County will store citizens’ crime reports on Amazon’s servers, rather than those operated by the police.

“If we can reduce demand into our call centers via the use of voice recognition or voice-enabled technology, and actually give the community the information they need without them needing to ring into police, then that’s massive,” Rob Flanagan, Lancashire Constabulary innovations manager, told the College of Policing conference, according to TechSpot.)

The Intercept schreibt weiter, dass das Programm in mehreren Phasen ausgerollt werden soll: zuerst soll es zur Verbreitung von Informationen genutzt werden;

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