Nowitschok, Skripal und eine britische Regierung, die sich immer mehr in Widersprüche verstrickt – www.NachDenkSeiten.de

19-03-18 08:25:00,

19. März 2018 um 11:43 Uhr | Verantwortlich:

Nowitschok, Skripal und eine britische Regierung, die sich immer mehr in Widersprüche verstrickt

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Innere Sicherheit, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik

Während die Massenmedien unaufhörlich die Presseerklärungen aus Downing Street Number 10 nachplappern, sucht sich die Öffentlichkeit ihre Informationen zum Fall Skripal halt woanders. Craig Murrays Artikel zum Thema wurden nach eigenen Aussagen „millionenfach“ angeklickt und auch unser Artikel über die „Salisbury Tales“ wurde bereits mehrere hunderttausendmal gelesen. Das freut uns – schöner wäre jedoch, wenn auch die Massenmedien und die Politik endlich aufwachen würden. Heute wollen wir Ihnen ein paar Erklärungen, Materialien und zwei weitere Übersetzungen der Murray-Artikel nachliefern. Von Jens Berger.

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Die Tagesschau reagiert im Stillen

Positiv ist zunächst zu vermerken, dass die Redaktion von tagesschau.de sich unsere Kritik am FAQ zum Thema Skripal offenbar zu Herzen genommen hat und folgenden, von uns bemängelten Absatz vollständig „depubliziert“ hat …

Weniger vorbildlich ist, dass man die Änderungen wieder einmal nicht gekennzeichnet hat. Da dieses intransparente Herumdoktern an „älteren“ Artikeln bei tagesschau.de leider schon Tradition hat, erstellen wir von kritischen Passagen auch stets Screenshots; eigentlich unglaublich, dass man beim Online-Ableger von Deutschlands angeblich seriösester Nachrichten-Sendung so vorgehen muss.

Boris Johnson überrascht mit einer vollkommen neuen Story

Die Halbwertszeit der offiziellen Verlautbarungen aus Großbritannien wird derweil immer kürzer. Die – Stand Montag 11:00 – neueste offizielle Version greift bereits die Kritik von diversen Quellen der letzten Tage auf und erklärt nun, Russland habe im letzten Jahrzehnt an einem „geheimen C-Waffen-Programm“ gearbeitet, das spezielle Kampfstoffe entwickelt habe, die für Morde maßgeschneidert sind. Wie bei der britischen Regierung mittlerweile üblich, bleibt diese „Meldung“ von Außenminister Johnson ohne Belege im Raum stehen. Positiv ist jedoch anzumerken, dass London dem russischen Druck nachgegeben hat und nun doch gemäß der Chemiewaffenkonvention die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eingeschaltet hat.

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