Causa Skripal: Moskau stellt 13 Fragen an Organisation für Verbot chemischer Waffen

02-04-18 07:06:00,

Politik

18:51 01.04.2018(aktualisiert 19:40 01.04.2018) Zum Kurzlink

Nach London und Paris folgt nun die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Im sogenannten Skripal-Fall hat das russische Außenministerium eine Liste mit 13 Fragen an die OPCW geschickt und fordert die entsprechenden Antworten.

Der Westen beschuldigt Russland der Involvierung in der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter in England — legt allerdings weder konkrete Beweise noch Antworten auf Anfragen aus Moskau vor.

Nun hat das russische Außenministerium 13 Fragen an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) geschickt, um Klarheit in verschiedenen ungeklärten Aspekten zu schaffen.

“Am ersten April hat die Ständige Vertretung der Russischen Föderation bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) dem technischen Sekretariat der Organisation eine Liste mit Fragen bezüglich des gegen Russland fabrizierten ‘Skripal-Falls’ geschickt”, heißt es in der entsprechenden Erklärung des russischen Außenministeriums.

Unter Anderem will Moskau wissen, inwieweit London von der OPCW Unterstützung im Zusammenhang mit dem Skripal-Fall angefragt sowie ob Großbritannien zusätzliche Informationen über seine internen Untersuchungen an die OPCW geschickt hatte.

©
REUTERS / Peter Nicholls

Auch fordert

Russland Aufklärung

darüber, ob die grundlegenden Standards der internationalen Chemiewaffenkonvention bei den britischen Ermittlungen eingehalten worden sind sowie wie genau die Prozedur der Entnahme von Proben ausgesehen hatte.

Der für die britischen Geheimdienste arbeitende Ex-Oberst der russischen Militäraufklärung GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury vergiftet worden.

Die britische Seite behauptet, an der Vergiftung der Skripals mit dem Stoff A234 sei der russische Staat beteiligt gewesen. Russland hat dies jedoch entschieden zurückgewiesen und eine objektive Untersuchung des Falls gefordert.

 » Lees verder