Das Nowitschok-Märchen: Skripal-Inszenierung hat einen langen Vorlauf (Teil 2) | KenFM.de

11-04-18 09:55:00,

Mit der Nowitschok-Inszenierung wird eine Strategie verfolgt, die vor über 20 Jahren in einem ähnlich gelagerten Fall das Ziel hatte, Moskau zu Schaden. Im Unterschied zu heute spielte damals nicht der britische Geheimdienst, sondern der deutsche BND die Hauptrolle.

von Rainer Rupp

Genau wie 1994 im BND-„Hades“-Skandal wurden auch bei der Nowitschok-Farce die Fäden ursprünglich in Washington gezogen. Allerdings gibt es einen Unterschied; Im Nowitschok-Fall schmilzt die Glaubwürdigkeit der britischen Regierung schneller dahin als ein Eis am Stiel in der Sommerhitze. Bei der kriminellen „Hades“-Operation des BND dauerte es etwas länger, neun Monate, bis die skrupellosen Machenschaften des BND und seiner befreundeten US-Verbrecherorganisationen aufgedeckt wurden. Aber der Reihe nach.

Julia und Sergej Skripal wurden am Nachmittag des 4. März bewusstlos aufgefunden. Aus einer Erklärung des US-Außenministeriums vom 27. März geht hervor, dass Washington bereits am 6. März, also nur zwei Tage, nachdem die Skripals auf der Parkbank gefunden worden waren, begonnen hatte, den Vorfall in einer international koordinierte Kampagne als Vorwand zur massiven Provokation gegen Russland zu nutzen. Das alles geschah lange, bevor man überhaupt wissen konnte, ob die Skripals Opfer eines heimtückischen Anschlags oder einer Lebensmittelvergiftung geworden waren. Und erst recht hat die Zeitspanne von zwei Tagen – vom Vorfall bis zum Beginn der US-Kampagne – nicht gereicht, um das angebliche verwendete, mysteriöse Nowitschok-Nervengift zu identifizieren und zudem auch noch die weitaus schwierigeren Arbeiten zur Bestimmung der Herkunft der Substanz zu erledigen*.

Tatsächlich sind laut offizieller Verlautbarung des Chefs des britischen Chemiewaffenlabors in Porton Down mit Stand vom 4. April die einwandfreie Identifizierung und die Herkunftsbestimmung des Gifts immer noch nicht gelungen. Dennoch war für Washington schon am 6. März, fast einen Monat früher, glasklar, dass es die Russen waren. Erst volle sechs Tage später, am 12. März, begann die britische Regierung, ihre Vorwürfe gegen Russland zu erheben.

In einer vorbereiteten Erklärung zum Skripal-Vorfall und über die von den USA koordinierte Ausweisung russischer Diplomaten durch „westliche“ Länder, welche die Sprecherin des US-Außenministeriums Heather Nauert am 27. März in ihrer Pressekonferenz vorlas (!),verriet sie die oben geschilderten zeitlichen Zusammenhänge. Nachfolgend Frau Nauert im O-Ton:

Unser stellvertretender Staatssekretär Sullivan, die stellvertretende Sekretärin Wess Mitchell und viele andere im Gebäude,

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