Frankreich: Der Angriff muss sein

11-04-18 06:40:00,

Pressekonferenz zum Besuch des saudischen Kronprinzen in Paris. Screenshot/Video Twitter E. Macron

  1. Frankreich: Der Angriff muss sein

  2. Kritik nur von rechts?


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Eine kritische Haltung gegenüber einem kriegerischen Akt als Reaktion auf einen Chemiewaffenangriff in Syrien, dessen Umstände noch sehr wenig erhellt sind, kommt bei den tonangebenden Medien nicht vor

Le Monde meint, der Angriff muss sein. Die Antwort des Westens sei “unvermeidlich”, gibt schon gleich die Überschrift des Leitartikels der alterwürdigen Zeitung Bescheid. Und so geht’s auch weiter. Direkt unter der Titelansage erfährt der Leser, dass “eine starke Reaktion der internationalen Gemeinschaft” nötig ist.

Nicht der Hauch eines Zweifels

Washington und Paris schätzen das so ein. Der französischen und amerikanischen Regierung zufolge sei es notwendig, dass auf den Chemiewaffenangriff mit Entschlossenheit und Härte gegen die Verursacher dieses Kriegsverbrechens vorgegangen werde, so die Aussage der Dachzeile. Der folgende Text des Kommentars lässt auch nicht den Hauch eines Zweifels daran aufkommen, dass die Redaktion von Le Monde von der Richtigkeit einer militärischen Aktion vollkommen überzeugt ist.

“Die Frage lautet nicht mehr: Muss man einen Gegenschlag starten? Sondern: Wie soll der Gegenschlag aussehen”. Auf dem Weg zu dieser Position wird ohne jede Relativierung statuiert, dass es am Samstag, den 7.April, in Ost-Ghouta zu einem Angriff mit einer verbotenen neurotoxischen Substanz kam und dies außer Russland niemand sonst bezweifle. In der Aussage enthalten ist, dass es auch niemand, der im Besitz all seiner Sinne ist, tatsächlich bezweifeln kann.

Mit einem Fakt gleichgesetzt wird im Leitartikel dagegen die Aussage des US-Präsidenten Trump – bei dem man sonst nicht müde wird auf seine Fakes und Lügen hinzuweisen – wonach es feststehe, dass der verbrecherische Akt von Syrien, Russland, Iran “oder allen drei zusammen” begangen wurde.

In der Folge steuert der Meinungsartikel dann zügig die erwähnte Frage nach der Art des Gegenschlages an. Wie sich der Chemiewaffenangriff konkret abgespielt hat, wird als evident betrachtet, ist aber kein Thema, das zur Diskussion steht. Wichtiger ist dem Leitartikel die nötige Reaktion der internationalen Gemeinschaft.

Wenig Diversität in den Leitmedien

Die Antwort,

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