Der große Krieg

Der große Krieg

12-04-18 01:47:00,

Der Unmut der Menschen in der Eifel über den steigenden Fluglärm rund um die US-Luftwaffenbasis Spangdahlem nimmt zu. Der „Trierische Volksfreund“ berichtet von einer steigenden Zahl von Zuschriften empörter Bürger und Protesten von Umweltschutzverbänden. Stört die Menschen nur der Lärm? Protestiert denn Niemand gegen die Kriegsvorbereitungen?

Die Kampfjets in Spangdahlem dürfen von montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 23:30 Uhr fliegen. „Zwischendurch das Kreischen startender Kampfjets, das Röhren der riesigen Transportmaschinen, das Vibrieren der Fensterscheiben. Die Eifeler sind das gewohnt. Und viele nehmen es hin. Schließlich bietet die Base hunderte Arbeitsplätze“, schreibt das Blatt.

Die Flugübungszone der US-Basis erstreckt sich über weite Teile der Region Trier und des Saarlandes. Das Bundesverteidigungsministerium hat Anfang 2018 erklärt, eine Verlegung der Flugübungszone komme nicht in Frage. Der Grund sei, so schreibt der Trierische Volksfreund, dass sich die Flugübungszone „weitgehend mit dem deutschen Teil der Übungszone Polygone deckt. Dort trainieren deutsche, französische und US-Piloten den elektronischen Luftkampf: Sie üben Angriffe auf Radarstellungen und Panzer oder weichen Raketen aus. Teil der Polygone ist laut Verteidigungsministerium auch ‚ortsfeste Infrastruktur‘ – Bedrohungssimulatoren, Stellungen, ein Koordinationszentrum und Lagerhallen, die man nicht einfach verlegen kann.“

Doch es gibt auch Menschen, die protestieren. Zu ihnen gehört Wolfgang Jung. In dem von ihm herausgegebenen Mitteilungsblatt „Luftpost“ – man kann es im Internet lesen – berichtete der Aktivist vor einigen Tagen über eine NATO-Flugübung mit Atomwaffenträgern, die am 22. und 23. Februar auf der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem stattfand. Beteiligt waren Flugzeugbesatzungen aus den USA, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Die deutschen Medien berichteten nicht über das Manöver.

Das Szenario für das erste Manöver, das jetzt unter dem Namen „Sabre Thunder“ (Säbelrasseln) monatlich stattfinden soll, sah simulierte Luftangriffe vor. Die Kampfjets mussten in den „feindlichen Luftraum“ eindringen, dabei „die gegnerische Luftabwehr überwinden“ und simulierte Ziele ausschalten. Ziel des Manövers war es; die Kooperation und Kommunikation unter NATO-Verbündeten zu verbessern.

Wolfgang Jung weist darauf hin, dass an der Übung Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und Mirage-2000 beteiligt waren, die als Atomwaffenträger geeignet sind. „Vermutlich wurde bei dieser Übung ein Angriff mit taktischen Atomwaffen auf Russland geübt“, schreibt Jung, der sich seit Jahren mit den amerikanischen Luftwaffenbasen Ramstein und Spangdahlem beschäftigt.

Wie im deutschen Büchel seien auch auf Flugplätzen in Belgien und den Niederlanden taktische US-Atombomben eingelagert,

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