Auf dem Weg zum Regime Change in Russland wäre ein Teil-Boykott der Fußballweltmeisterschaft ein weiterer Schritt. Campact hilft dabei. Ein Einordnungsversuch. – www.NachDenkSeiten.de

13-04-18 08:28:00,

13. April 2018 um 16:59 Uhr | Verantwortlich:

Auf dem Weg zum Regime Change in Russland wäre ein Teil-Boykott der Fußballweltmeisterschaft ein weiterer Schritt. Campact hilft dabei. Ein Einordnungsversuch.

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Strategien der Meinungsmache

Albrecht Müller

Was um uns herum vorgeht – von immer neuen Meldungen und Aktionen im Falle Skripal über die Attacken auf Nordstream 2, die neuen Sanktionen der USA gegen Russland und die Meldungen zu Syrien – erscheint sehr verwirrend. Irrsinnig könnte man es auch nennen. Die folgenden Anmerkungen sind ein Versuch zur Einordnung verschiedener rätselhafter Vorgänge. Rätselhaft ist vor allem die Tatsache, dass Russland sowohl bei der Affäre Skripal als auch im Falle Syriens auf die Anklagebank zu sitzen kam, obwohl seine Verantwortung und Schuld ausgesprochen zweifelhaft sind. Bei diesem Einordnungsversuch ist die Erkenntnis, dass wir es vor allem mit Meinungsmache und mit einer Propagandaschlacht zu tun haben, von großer Bedeutung. Die Meinungsmache dient der Durchsetzung der westlichen Interessen und notfalls der Kriegvorbereitung durch einseitige Schuldzuweisung. Albrecht Müller.

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Meinungsmache und Propaganda werden von Entscheidungen und Schachzügen verschiedener Personen und Einrichtungen gestützt.

Dazu gehört auch ein kleiner Schachzug, der letzte Woche auf den Tisch kam: eine Campact-Petition für den Boykott der Fußballweltmeisterschaft in Russland. Man muss kein Fußball-Fan sein und schon gar kein Fan von Meisterschaften, um zu verstehen, dass der Boykott der Weltmeisterschaft durch eine nennenswerte Zahl von westlichen Staaten ein herber Schlag für Russland und die russische Führung sein würde. Damit würde die Konfrontation zwischen West und Ost weiter verschärft. Das passt ins Bild, das mit uns viele Leser der NachDenkSeiten und ehemalige Förderer von Campact von dieser Organisation haben. Dies nur als Vorbemerkung aus aktuellem Anlass. Und jetzt der Einordnungsversuch:

Im Westen hat sich die Linie der Konfrontation durchgesetzt. Diese wird angetrieben von der Vorstellung, es müsse unbedingt eine monopolare Welt, geführt von den USA und begleitet von der NATO, geben.

Diese Vorstellung von einer imperialen Weltordnung ist gepaart mit der neoliberalen Ideologie und im Kern auch von der Vorstellung,

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