Die spektakulärsten Morde des britischen Geheimdienstes

Die spektakulärsten Morde des britischen Geheimdienstes

23-05-18 06:56:00,

Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat im Westen Angst vor Morden ausgelöst, die „russische Agenten“ in anderen Ländern begehen könnten. Aber die Geschichte kennt auch jede Menge Morde, für die ausgerechnet die britischen, und nicht die russischen bzw. sowjetischen, Geheimdienste verantwortlich sind.

Dieses Thema warf die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, neulich im staatlichen TV-Sender „Rossija-1“ auf. Nach ihren Worten waren die Briten „schon immer große Meister, wenn es um die Darstellung ihrer Verbrechen als Verbrechen anderer ging“.

Zum ersten Mal hatte sich Sacharowa zu diesem Thema noch im April geäußert – und damit für großes Aufsehen gesorgt. Damals verwies sie darauf, dass sich die Briten möglicherweise mit den Morden am russischen Kaiser Paul I. im Jahr 1801 und an Grigori Rasputin 1916 beteiligt hätten. Diesbezüglich gibt es jedenfalls immer noch viele Gerüchte.

Aber während es wohl kaum Beweise für die Aktivitäten der Geheimdienstler in alten Zeiten gibt, ist es ein offenes Geheimnis, dass im 20. Jahrhundert viele bekannte Schriftsteller, Dichter und Journalisten mit Geheimdiensten zusammenwirkten, beispielsweise William Somerset Maugham, Graham Greene, Ian Fleming, John Le Carre, Frederick Forsyth usw. Und früher hatten auch Jonathan Swift und Daniel Defoe dasselbe getan.

Im Unterschied zum kontinentalen Europa, wo Spionage nie als würdige Aktivität für den traditionellen Adel galt, weil man zu dem Zweck seinen „adligen Geist“ unterdrücken, seinen Ehrenkodex „vergessen“ musste usw., sah man auf der Insel nie etwas Schlimmes darin, andere Länder auszuspähen und eventuell Menschen zu töten, um die eigenen politischen Interessen voranzubringen.

Abgesehen vom tödlichen Unfall von Prinzessin Diana, in dessen Zusammenhang es viele Vermutungen gab, ob er nicht von den Geheimdiensten Ihrer Majestät organisiert worden war, wurde wohl der Mord an Patrice Lumumba, dem ersten Ministerpräsidenten Kongos nach dem Erlangen der Unabhängigkeit dieses Landes von Belgien 1960, zum aufsehenerregendsten Ereignis dieser Art.

Mehr zum Thema: Britische Medien werfen Russland Vergiftung des BP-Ölmagnaten Dudley vor

Zunächst hatte man den Mord an Lumumba den belgischen Militärs und sogar dem König Baudouin vorgeworfen, dessen persönlicher Feind Lumumba angeblich gewesen war, nachdem er während Baudouins Besuch in Kongo das Protokoll verletzt und eine ursprünglich nicht geplante Rede gehalten hatte. Dabei beleidigte er den König und sagte unter anderem: „Wir sind nicht mehr Eure Affen!“ („Nous ne sommes plus vos singes!“).

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: