Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder – www.NachDenkSeiten.de

Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder – www.NachDenkSeiten.de

24-05-18 08:59:00,

Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Kultur und Kulturpolitik, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Neoliberale und kriegerische Indoktrination wirkt nicht nur über die großen Nachrichten-Medien auf die Bürger ein – auch in Form von Kultur und Entertainment werden politische Botschaften und Kampagnen unters Volk gebracht. Dieser mehr oder weniger gut getarnten Propaganda-Technik widmen die Nachdenkseiten eine neue, unregelmäßig fortgeführte Serie. Machen Sie mit und schicken Sie uns Beispiele. Wir beginnen mit der Propaganda im Unterhaltungsfilm. Von Tobias Riegel

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Damit Propaganda ihre ganze Wirkung entfalten kann, sollten möglichst viele Lebensbereiche von ihr erfasst werden. Man möchte nicht riskieren, dass die Kampagnen durch seriöse alternative Stimmen angegriffen werden – und seien dies nur vereinzelte „ketzerische“ Äußerungen von Regisseuren oder Autoren. Damit auch diese „Freigeister“ es nicht wagen, sich gegen die dominierende Deutung der Geschehnisse in Stellung zu bringen, sollten neben Politikern und Journalisten auch die Intellektuellen und die Künstler einerseits indoktriniert und eingeschüchtert, andererseits bei Wohlverhalten gefördert und gebucht werden. Peter Handke und der vernichtende Medienumgang mit ihm, nachdem er es gewagt hatte, der offiziellen Version des Jugoslawien-Kriegs zu widersprechen, ist ein Exempel für diese Einschüchterungs-Praxis im Kulturbetrieb. Die Unterzeichner eines „Künstler-Aufrufs“ gegen Putin müssen sich dagegen wegen Medienkampagnen keine Sorgen machen.

Es wäre zudem verschenktes Propaganda-Potenzial, wenn man neben den politischen Inhalten nicht auch noch den Sport („Doping“!) und die Kultur- und Entertainment-Industrie gegen den Feind in Stellung bringen würde – zumal sich diese Bereiche perfekt zur Ablenkung und Emotionalisierung eignen. Ein Blick auf den bemitleidenswerten Zustand des deutschen Kabaretts und auf die Tatsache, dass es erschreckend wenige wahrnehmbare künstlerisch-intellektuelle Stimmen gegen die anti-russische Stimmungsmache oder für allgemeine Friedensinitiativen gibt, zeigt, wie erfolgreich die dominierende Propaganda auch in der Kulturszene wirkt. Kein Wunder: Zunächst die westdeutsche und ab 1989 die gesamtdeutsche Geistes- und Kulturlandschaft war seit 1945 Ziel einer intensiven Beeinflussung vor allem von US-amerikanischer Seite.

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