Krone-Schmalz, Wagenknecht, Drewermann: Gemeinsamer Kampf gegen US-Militär

30-05-18 05:04:00,

Politik

17:59 30.05.2018(aktualisiert 11:37 01.06.2018) Zum Kurzlink

Mit schlagkräftigen Aktionen will das Bündnis „Stopp Air Base Ramstein“ im Juni die Schließung der US-Militärbasis nahe Kaiserslautern vorantreiben. Geplant ist neben einem großen Demonstrationszug auch eine komplette Massenblockade der Ramstein-Basis. Unterstützung gibt es von gleich mehreren prominenten Gegnern der US-Kriegsstrategie.

Die US Air Base Ramstein nahe Kaiserslautern ist Friedensaktivisten und Gegnern der US-Militärpolitik ein besonderer Dorn im Auge. Deshalb soll auch in diesem Jahr wieder eine Aktionswoche gegen die Militärbasis mobil machen. Doch diesmal ist die Unterstützung besonders groß – auch mit Blick auf drohende Konflikte mit Russland oder dem Iran.

Ende der Hass-Politik

Für das letzte Juni-Wochenende 2018 plant die Initiative „Stopp Air Base Ramstein“ die größte Protestaktion ihrer Art. Dafür konnte sie prominente Unterstützung gewinnen: So findet am 29. Juni in der Versöhnungskirche Kaiserlautern eine Abendveranstaltung mit der ehemaligen ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz statt. Mitorganisator Reiner Braun, Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros, will damit ein Zeichen setzen:

„Eine Konfrontation und Hass-Politik gegen Russland ist das Verkehrteste, was deutschen Interessen entspricht. Wir müssen alles tun, um wieder zu kooperativen Beziehungen zu Russland zu kommen. Und wir müssen da auch unseren Außenminister deutlich in die Schranken weisen.“

Krone-Schmalz hat über Jahrzehnte als Korrespondentin der ARD aus und über Russland berichtet. Schon seit Jahren kritisiert sie nun allerdings die konfrontative Politik des Westens gegenüber Moskau. Die Air Base Ramstein ist dafür der passende Ort: Sie ist auch die Einsatzbefehlszentrale für den US-Raketenabwehrschild.

Prominenter Widerstand

Höhepunkt der Aktionen gegen die US-Basis wird der 30. Juni, ein Datum mit trauriger Geschichte: Vor 30 Jahren stürzten an diesem Tag drei italienische Kampfjets bei der auf der Basis organisierten Flugschau in die Besuchermenge. Das Unglück forderte rund 70 Todesopfer und etwa 1000 Verletzte. Gleich zwei Demonstrationszüge sollen sich deshalb in diesem Jahr vor der Air Base treffen und an die Opfer erinnern, so Reiner Braun:

„Dort werden Sahra Wagenknecht, Eugen Drewermann und die US-Whistleblowerin Ann Wright sprechen. Und wir werden erinnern und deutlich machen: Wenn so etwas nie wieder passieren soll, muss diese Air Base geschlossen werden.“

Neben der Fraktionsvorsitzenden der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht, dem Theologen Eugen Drewermann und der ehemaligen US-Militärangehörigen Ann Wright werden weitere namhaften Redner erwartet. Im Mittelpunkt soll dabei auch das Problem stehen,

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