Dieselskandal ohne Ende

20-06-18 07:04:00,

Bild: © 1971markus@wikipedia.de / CC BY-SA 4.0

  1. Dieselskandal ohne Ende

  2. Wind- statt Atomkraft

  3. Windkraft für Russland


  4. Auf einer Seite lesen

Die Energie- und Klimawochenschau: Von einsitzenden Automanagern, Bußgeldern für VW, deutsches Versagen im Klimaschutz sowie russischen Windkraftplänen

Nun hat es den Audi-Chef Rupert Stadler erwischt. Am Montag wurde er im Zusammenhang mit dem Dieselskandal verhaftet, wie verschiedene Nachrichtenagenturen berichten. Die Staatsanwaltschaft München II hatte, wie sie am Montag erklärte, gegen Stadler Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr beantragt.

Eine Woche zuvor hatten die Ermittler mitgeteilt, dass die Ermittlungen gegen das Audi-Management noch einmal ausgeweitet worden seien. Nunmehr würden auch Stadler “sowie ein weiteres Mitglied des derzeitigen Vorstands als Beschuldigte geführt. Ihnen werden jeweils Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung zur Last gelegt. Hierbei geht es um das Inverkehrbringen von mit manipulativer Abgassteuerungssoftware ausgestatteten Diesel-Kraftfahrzeugen auf dem europäischen Markt”.

In diesem Zusammenhang waren bereits letzte Woche die Privatwohnungen der beiden zusätzlich Beschuldigten durchsucht worden. Es werde nunmehr im Falle Audis gegen 20 Personen ermittelt. Der Mutterkonzern VW wird derweil nun auch hierzulande endlich für die Betrügereien mit der Software von Dieselfahrzeugen belangt. Eine Milliarde Euro muss an das Land Niedersachsen gezahlt werden.

Der NDR berichtet über allerlei Vorschläge, wie das Geld ausgegeben werden könnte. Der niedersächsische Verband der Metallindustrie fordert zum Beispiel, den Ausbau des Breitbandnetzes mit dem Geld zu finanzieren. Der DGB will “bessere Straßen und Schienen, mehr bezahlbaren Wohnraum, gut ausgestattete Kindertagesstätten und Schulen”.

Und der Bundesverband Elektromobilität möchte das Geld gerne zweckgebunden in den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos sehen.

Aber ob das wirklich Sinn macht? Ein neues Personenbündnis Verkehrswende von Politik- und Verkehrswissenschaftlern sowie Aktiven aus verschiedenen Initiativen beklagt die Kopflosigkeit der Verkehrspolitik und fordert neben der Aufklärung des Dieselskandals eine Umkehr in der Verkehrspolitik. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr müsse massiv ausgebaut und vergünstigt werden und die Zahl der Autos in den Städten drastisch verringert, um dort die Lebensqualität zu steigern.

 » Lees verder