NACH DEM SPIEL IST VOR DEM SPIEL – Kommentar zum #MarchForANewEurope

NACH DEM SPIEL IST VOR DEM SPIEL – Kommentar zum #MarchForANewEurope

22-06-18 07:59:00,

Morgen findet in ganz Europa der March for a New Europe statt. In Deutschland wird es neben Berlin und München auch in Köln eine Demonstration geben.

Corinna und Georg Mitorganisatoren des Kölner Demo-Bündnis schreiben in Ihrem Aufruf, warum wir gerade jetzt für ein neues Europa kämpfen müssen.

“Organize, agitate, educate, must be our war cry.”

(Susan B. Anthony, US-amerikanische Frauen- und Bürgerrechtsaktivistin, 1820-1906)

WER SICH POLITISCH OHNMÄCHTIG FÜHLT, BRAUCHT POLITISCHE HOFFNUNG

Wie war das noch, als wir vor nun zwei Jahren über das Ergebnis des Brexit-Referendums erfahren haben? Was haben wir persönlich gedacht, was haben wir gefühlt, was haben wir gemacht? Das haben wir uns nun in den Vorbereitungen auf den March For A New Europe Köln gefragt und mussten ironischerweise über das diesjährige Champions League-Finale und die zwei kapitalen Fehler des Liverpool-Torwarts Loris Karius sprechen. Dazu aber später mehr. Wir erinneren uns noch ziemlich genau, wie die Brexit-Entscheidung, dieses kaum vorstellbare politische Ereignis, schlagartig unseren Blick auf die Welt und die Zukunft Europas verdunkelt hat. In Gesprächen mit Freund*innen zeigte sich aber schnell, dass unsere Reaktion keine politische Ohnmacht sein dürfte, sondern – wie bei vielen anderen in Europa – eine Radikalisierung unseres Kampfes für Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Als Künstler*innen und Aktivist*innen entschieden wir uns aufgrund des auch hier in Deutschland voranschreitenden Rechtsrucks und des gleichzeitigen hoffnungsvollen Aufkommens einer ersten paneuropäischen Bewegung wie Diem25 dazu, die Schule der politischen Hoffnung zu gründen – eine Institution, die real existierende Alternativen aus Europa und der Welt und progressive Menschen zusammenbringen will. Unser Ziel sollte von Anfang an sein, hier von Köln aus am Aufbau einer progressiven Allianz mitzuarbeiten, die die vielen Gerechten – von Linken über Sozialdemokraten und Grüne bis hin zu tatsächlich bürgerrechtsnahen Liberalen und vielleicht sogar werteorientierten Konservativen – für ein neues europäisches Projekt der politischen Hoffnung organisiert.

WER EUROPA WILL, MUSS EIN ANDERES EUROPA WOLLEN

Der March For A New Europe ist ein solches Bündnis für ein neues soziales Europa der Demokratie, der Nachhaltigkeit und der Solidarität – ein Europa, das sich aus der Scheinheiligkeit befreit und seine Ideale mit großen Taten und nicht nur mit schönen Worten bezeugt. Dieses Bündnis hat sich u. a. auf Initiative von Katja Sinko (The European Moment) und Ulrike Guérot (European Democracy Lab) in kürzester Zeit aus Berlin in zahlreiche andere europäische Städte wie London,

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