Britische Regierung will Skripal-Haus kaufen

Britische Regierung will Skripal-Haus kaufen

29-06-18 07:47:00,

Die russische Botschaft verlangt Aufklärung, die Ermittlung kommt weiter nicht voran, derweil gibt es über eine von London initiierte Erweiterung des OPCW-Mandat Ärger zwischen Moskau und dem Westen

Die britische Regierung hält weiter Sergei Skripal und seine Tochter Julia, die am 4. März zum Opfer eines Anschlags mit Nervengift wurden, aber sich davon erholt haben, unter Verschluss. Wo sich die beiden aufhalten und ob beide mit der Quarantäne oder Isolation einverstanden sind, bleibt weiter offen. Von der britischen Regierung hört man weiter nichts über den Fortgang der Ermittlungen. Bekannt ist bislang nur, dass es sich wohl um das Nervengift Nowitschok handelte, was die OPCW bestätigte, und dass dies vermutlich am 3. März am Griff der Haustür von Skripal angebracht worden war. Woher das Nervengift stammt, ist unbekannt, auch wenn klar wurde, dass Militärlabors mehrerer Staaten dieses produziert haben, ebenso unbekannt sind trotz aufwändiger Ermittlungen der oder die Täter.

Klar scheint aber zu sein, dass die Schuldzuweisung an Russland weiterhin nicht belegt ist und dass die Regierungen, die sich London anschlossen und russische Diplomaten auswiesen, auch nicht mehr wussten. Es handelte sich primär um einen Versuch, die britische Regierung zu stützen und transatlantische Einheit gegen die “russische Aggression” herzustellen.

Klar ist aber auch, dass die monatelange, aber bislang weitgehend ergebnislose Polizeiaktion nicht nur eine der größten, sondern auch eine der teuersten war. Noch immer sind 100 Beamte der Antiterrorabteilung der Polizei in Salisbury tätig, drei Monate lang waren es 250. Der für die Stadt zuständigen Polizei von Wiltshire alleine sind durch den Skripal-Fall mehr als 7 Millionen Pfund an Kosten entstanden. Insgesamt wird sie Dutzende von Millionen kosten.

Vor kurzem wurde durch die Sunday Times bekannt, dass das Haus von Skripal in Salisbury, in dem angeblich weiterhin ermittelt wird und das noch nicht für eine Säuberung freigegeben ist, ebenso wie dessen Auto und persönliche Gegenstände von der Regierung für 350.000 Pfund (fast 400.000 Euro) gekauft werden soll. Es wird aber weiter keine Auskunft gegeben, da es unangemessen sei, über persönliche Angelegenheiten von allen zu sprechen, die in den Fall verwickelt sind. Will man das Haus zum Museum machen oder will man mit dem Geld den Skripals helfen, unterzutauchen und sich unter neuer Identität irgendwo anzusiedeln, um sie dem Zugriff der Medien und/oder Russlands zu entziehen.

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