Flüchtlingskrise: EU erntet heute Folgen von Nato-Einsatz gegen Libyen – Lawrow

Flüchtlingskrise: EU erntet heute Folgen von Nato-Einsatz gegen Libyen – Lawrow

30-06-18 07:38:00,

Politik

21:03 29.06.2018(aktualisiert 21:11 29.06.2018) Zum Kurzlink

In der Flüchtlingskrise muss die EU die Konsequenzen von früheren Nato-Aktivitäten tragen, erklärte am Freitag Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

Die Allianz sei dafür verantwortlich, dass Libyen „praktisch zum Haupttransitland von illegalen Einwanderern“ geworden ist, hieß es.

„Was ich da bei den letzten EU-Beratungen über Migration gesehen habe, bringt mich auf Gedanken über die Rolle der EU und der Nato (in der Flüchtlingskrise – Anm. d. Red.). Die Nato bombardierte Libyen und verwandelte dieses Land in ein schwarzes Loch, durch das die Ströme illegaler Einwanderer nach Europa eindringen. Nun versucht die EU den Schaden zu korrigieren, den das Bündnis angerichtet hat”, sagte Lawrow gegenüber dem britischen Sender „Channel 4”.

Die russischen Sicherheits- und Militärdienste operierten in Syrien auf Ersuchen der legitimen Regierung, die von der internationalen Gemeinschaft anerkannt sei, betonte Lawrow.

Am Freitagmorgen hatte EU-Ratschef Donald Tusk erklärt, dass die 28 EU-Staats- und Regierungschefs sich auf Schlussfolgerungen einschließlich der Migration verständigt hätten.

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