Im Krieg gegen uns selbst – amerikanische Außenpolitik und ihre Folgen im eigenen Land – www.NachDenkSeiten.de

Im Krieg gegen uns selbst – amerikanische Außenpolitik und ihre Folgen im eigenen Land – www.NachDenkSeiten.de

03-07-18 04:28:00,

Im Krieg gegen uns selbst – amerikanische Außenpolitik und ihre Folgen im eigenen Land

Veröffentlicht in: Innere Sicherheit, Militäreinsätze/Kriege, Wertedebatte

Der US-Journalist Will Porter stellt fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Waffengewalt und Suizidrate in den Vereinigten Staaten und der aggressiven amerikanischen Außenpolitik gibt. Josefa Zimmermann hat den Artikel, der im Original auf Consortiumnews erschienen ist, für die NachDenkSeiten ins Deutsche übersetzt.

Über die Wurzeln der amerikanischen Waffengewalt-Epidemie in ausländischen Kriegsgebieten

In den letzten Monaten wurde die Debatte über Waffengewalt in den Vereinigten Staaten, über ihre Ursachen und mögliche Auswege durch eine Reihe von Amokschießereien an Schulen neu entfacht. Doch bei den endlosen Diskussionen über Schießattacken an Schulen und über AR-15-Gewehre fällt auf, dass ein großes Puzzlestück fehlt.

Entgegen der Annahme, dass im Zusammenhang mit Waffengewalt die Morde das zentrale Problem seien, zeigen Daten aus den letzten Jahren, dass bei der Mehrzahl der Todesfälle die Benutzer die Schusswaffen gegen sich selbst gerichtet hatten.

Im Jahr 2015 wurden in den USA über 60 Prozent der Suizide mit Schusswaffen ausgeführt, während es bei Tötungsdelikten nur rund 36 Prozent waren. Schusswaffen sind die am häufigsten angewandte Methode, mit der Menschen ihrem Leben ein Ende setzen.

Während die Ursachen der Selbstmord-Epidemie in Amerika komplex und zahlreich sind, steht fest, dass eine Gruppe in der Statistik überproportional vertreten ist – die Kriegsveteranen.

Jenseits des Physischen

Einer Studie des Department of Veterans Affairs (VA) von 2016 zufolge begehen im Durchschnitt jeden Tag etwa 20 Veteranen Selbstmord. Die Neigung zum Suizid ist bei ihnen am höchsten im Vergleich zu Menschen aus anderen Berufen. Obwohl Veteranen weniger als 9 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ausmachen, lag ihr Anteil bei den Selbstmördern im Jahr 2014 bei 18 Prozent.

Wenn Veteranen aus chaotischen Kriegsgebieten zurückkehren, kann die Wiederaufnahme eines normalen Zivillebens große Schwierigkeiten bereiten. Die Belastungen des Krieges haben dauerhaft eine „Kampf-oder-Flucht-Reaktion” zur Folge, die nicht nur körperliche Symptome wie Schweißausbrüche, Zittern oder Herzrasen hervorruft, sondern auch einen mentalen und moralischen Tribut fordert.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist nicht nur verantwortlich für einige der körperlichen Traumafolgen, wie die “Kampf-oder-Flucht-Reaktion“, sondern auch für ausgeprägte mentale,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: