China und USA: Peking hat sich seit Jahren auf einen Handelskrieg vorbereitet | www.konjunktion.info

13-07-18 06:47:00,

Sun Tzu - Bildquelle: www.konjunktion.infoSun Tzu - Bildquelle: www.konjunktion.info

Sun Tzu – Bildquelle: www.konjunktion.info

Die Krise von 2008 brachte eine Vielzahl an seltsamen ökonomischen Paradigmen mit sich, die man bis dato nicht kannte. Paradigmen, die die bis dahin gültigen Analysen bzw. die Analysentechniken des Finanzsystems und seiner Analysten auf den Kopf stellten. Während einige Fundamentaldaten, egal was kommt, ihre Bedeutung und ihren Aussagewert behalten, hat sich jedoch bei allen Daten die Berichterstattung dazu so verändert, dass man geschickt die Wahrheit hinter den Daten verstecken kann bzw. dass diese nicht mehr wahrgenommen wird. Aber wie sieht die Realität in Wahrheit aus? Zu aller erst gilt es zu verstehen und zu akzeptieren, dass die Ökonomien der meisten Länder weit schwächer und schlechter dastehen als es die jeweiligen Regierungen und Zentralbanken darstellen. Und dies gilt insbesondere für die USA.

Dies im Hinterkopf behaltend, schauen wir auf ein Land, das die genau diametrale Strategie seit vielen Jahren fährt. Ein Land, dass sein wirtschaftliches Vorbereitetsein auf die nächste Krise weit stärker versteckt als seine Verwundbarkeit, so wie es vor allem die westlichen Industriestaaten tun. China.

Wenn wir von China im Bezug auf alternative Analysen sprechen, dann kommen meist die gleichen Hinweise, Warnungen und Gedankengänge auf:

  • Chinas ausufernde Verschuldung
  • Öffentliche Ausgaben für scheinbar sinnlose Infrastrukturprojekte (Stichwort Geisterstädte)
  • Verfälschung der Wirtschaftszahlen von Unternehmen und der Zentralbank
  • etc. usw.

All diese Dinge befeuern das Narrativ, dass, wenn es zu einem globalen Finanztsunami kommt, dieser von China ausgehen wird. Zudem glauben viele, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China leicht von Washington gewonnen werden kann und dass China unter der Last seines eigenen Gewichts (Größe, Schulden, pp.) und der damit einhergehenden Instabilitäten ganz schnell zusammenbrechen wird.

Wen man jedoch das Verhalten, das Vorgehen und die Aktivitäten Pekings des vergangenen Jahrzehnts genau studiert, dann erkennt man eine Methodik hinter diesem offensichtlichen Wahnsinn. Tatsächlich lassen einige Dinge Chinas den Schluss zu, dass man sich dort seit Jahren auf genau jene geopolitischen Bedingungen vorbereitet hat, die wir heute erleben. Fast so als hätte man die Kommunistische Partei bereits vor Jahren gewarnt…

Bezüglich der Vorbereitung auf einen möglichen Handelskrieg mit den USA, hat China schon vor langer Zeit zahlreiche wichtige Schritte unternommen. Beispielsweise arbeitet Peking seit mindestens 10 Jahren daran, den Status einer reinen Exportwirtschaft hinter sich zu lassen sowie die Abhängigkeit von den USA als Abnehmer seiner Produkte zu reduzieren.

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