Tagesdosis 17.7.2018 – Hochverrat in Helsinki? | KenFM.de

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17-07-18 12:22:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Der Trump-Putin Gipfel hat eine unangenehme Wahrheit zu Tage befördert. Die einzige Supermacht der Welt kann nicht mehr ernst genommen werden. Das ist eine beunruhigende und brandgefährliche Situation. Die treffendste Beschreibung für den augenblicklichen Zustand der USA ist das Bild der losgerissenen Kanone, die bei schwerer See unkontrolliert über das Deck eines Segelschiffes rollt und alles zermalmt, was ihr im Weg steht. Die USA halten sich für „exzeptionell“, als von Gott bestimmt einzigartig und zum Herrschen ausersehen. Aber seit einiger Zeit fürchten die US Eliten den Verlust ihrer absoluten, weltweiten Vormacht, das Zerbröseln der „Full Spectrum Dominance“. Und diese Mischung aus Angst und Größenwahn macht sie zur Gefahr für den Rest der Welt.

Nur einige Stimmen zum Gipfeltreffen von Trump und Putin, den Chefs der mit jeweils 7000 Atomsprengköpfen mit weitem Abstand tödlichsten Atommächte der Welt, von deren Verständigung die Existenz des Planeten abhängt. An dieser Tatsache, dem Zwang zur Verständigung, hat sich auch seit dem Ende des Kalten Krieges nichts geändert. Aber die US Politik und die US Medien fordern jetzt von Trump die totale Konfrontation mit Putin. Sie wollen dem US Präsidenten vorschreiben, dass Diplomatie mit Russland nur noch die Verlautbarung von möglichst wüsten Anklagen sein kann, ein Verhalten, das im Kalten Krieg, als Russland oder genauer die Sowjetunion noch als Supermacht betrachtet werden musste, unvorstellbar war.

Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im US Senat sagte am Tag des Gipfels, dass die einzige Erklärung für Trumps Verhalten sei, dass Putin gefährliche Informationen über ihn besäße. Trumps Handlungen seien „schändlich“, er habe „die Widersacher der USA gestärkt und gleichzeitig die Verteidigung der USA und ihrer Alliierten untergraben.“

Der selbe Chuck Schumer pries Donald Trump noch vor kurzem für die Verlegung der US Botschaft nach Jerusalem und sagte im März 2018 vor der AIPAC (American Israel Public Affairs Conference), dass es keinen Frieden im Nahen Osten gäbe, weil zu viele Palästinenser und Araber keinen jüdischen Staat im Nahen Osten wollten. Die Juden wüssten aus der Torah, dass ihnen dieses Land gehöre,

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