Party on, Friedensbewegung!

Party on, Friedensbewegung!

26-07-18 09:45:00,

Diese Arbeit am Fundament und die Pflege einer Kultur des Friedens unterscheidet das Pax-Terra-Musica-Festival von anderen Festen in der Friedensbewegung. Man kann sich kennenlernen und vernetzen, so dass man erfährt, wer alles dazugehört und wie unterschiedlich Friedensarbeit aussehen kann. Doch außer Musik, Party und Tanz gibt es auch viele Vorträge und Workshops, in denen gezeigt und diskutiert wird, wie man Friedensfähigkeit auf unterschiedliche Weise erreichen kann. Sich treffen und gemeinsam mit Spaß und Freude eine Kultur des Friedens zu schaffen, finde ich dabei besonders interessant.

Kaum jemand kennt in seiner Umgebung einen Menschen, der für Krieg ist. Dennoch ist es schwierig, sich gemeinsam mit vielen Menschen für Frieden zu engagieren. Die Friedensbewegung bekommt das ebenfalls zu spüren, denn sie unterliegt massiven Spaltungsversuchen. Pax Terra Musica startete im letzten Jahr das erste Mal und hat nicht nur begeisterte Friedensaktivisten angezogen, sondern auch Diffamierungen als „rechts“ und „überhaupt irgendwie unseriös“ erfahren. In diesem Jahr gingen die Verleumdungen zwar zurück, dennoch bin ich mehrfach persönlich oder in sozialen Medien angesprochen worden, ob ich tatsächlich für dieses Festival sprechen könne, schließlich sei die Frage, ob man dem trauen könne. Man höre da ja so Sachen. Diesen Versuchen, die Gruppe an Menschen, die sich für Frieden engagieren, in unterschiedliche Gruppen zu trennen und dann gegeneinander aufzubringen, möchte ich mit meiner Arbeit und mit meiner Unterstützung des Festivals entgegenwirken.

Ich schreibe diesen Artikel allerdings nicht nur, weil ich die Idee unterstütze oder weil ich selbst auf dem Festival sein und dort am Samstag einen politischen Achtsamkeitsworkshop anbieten werde. Ich halte Achtsamkeit für eine wichtige und hochpolitische Sache in der Friedensbewegung. Aufklärung über innere Spaltung, über Aggressionen und Empathieverlust im eigenen Innern schätze ich für ebenso relevant und mindestens genauso spannend wie Geostrategie ein. Wie kann man die Friedensbewegung von innen heraus stärken? Warum gibt es immer wieder Streit und Frustration in der Friedensbewegung, obwohl eigentlich alle das gleiche Ziel haben? Das sind Fragen, denen ich in meinem kleinen Institut für Sozial-Kulturelle Arbeit nachgehe.

Aus meiner langjährigen theoretischen und praktischen Arbeit heraus kann ich meine Erfahrungen teilen und sagen, dass ein tiefes Verständnis des Wesens von Konflikten und deren Dynamiken bewirken kann, friedlicher zu handeln und mehr Frieden in das eigene Innere und das eigene Umfeld zu bringen.

Mir ist auch wichtig zu zeigen, wieviel Spaß es machen kann,

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