„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich – www.NachDenkSeiten.de

„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich – www.NachDenkSeiten.de

01-08-18 09:38:00,

1. August 2018 um 9:54 Uhr | Verantwortlich:

„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Militäreinsätze/Kriege

Über Ursprung und Wirkung der „Weißhelme“ und ähnlich durchschaubarer Konstrukte der Medien-Kampagnen gegen den syrischen Staat kann es kaum noch Zweifel geben. Und so verhält es sich mit der medialen Verklärung des westlich initiierten Angriffskriegs gegen Syriens Regierung mutmaßlich so wie mit dem Feindbildaufbau gegen Russland: Auf weite Teile der Bevölkerung wirkt die auf Gefühlen beruhende Propaganda nicht mehr. Das Eingeständnis, Teil eines sich gerade auflösenden Propaganda-Coups gewesen zu sein, ist von den großen westlichen Medien dennoch nicht zu erwarten. Von Tobias Riegel.

Seit 2011 wurde von westlichen Politikern, Journalisten und Strategen ein in der Mediengeschichte beispielloses virtuelles Konstrukt geschaffen: Der syrische „Volksaufstand“ gegen Präsident Baschar al-Assad, hinter dem sich real ein brutaler Versuch des Regime-Changes aus geopolitischen Motiven verbirgt. Zentrale Akteure waren dabei zum einen mutmaßlich von westlichen Geheimdiensten kreierte und nur scheinbar unabhängige Organisationen wie die nun aufwendig evakuierten „Weißhelme“ oder die „Syrische Stelle für Menschenrechte“. Zum anderen wäre die aufwendige jahrelange Täuschung westlicher Bevölkerungen, auf die diese Propaganda zuerst abzielt, ohne die Mitwirkung von entweder naiven oder willfährigen Journalisten undenkbar.

Insofern ist den Bundestagsabgeordneten der Linkspartei Diether Dehm und Heike Hänsel in fast all jenen Punkten zuzustimmen, die sie kürzlich in ihren Reaktionen auf die „Rettung“ der mutmaßlichen als Sanitäter getarnten Propaganda-Aktivisten von den „Weißhelmen“ ins Feld geführt haben (hier, hier und hier). Dehm etwa fasste den Charakter der westlich geschaffenen Pseudo-NGOs in Syrien im folgenden Satz so knapp wie treffend zusammen: „Die ‚Weißhelme‘ und die ‚Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ mit Büro in London gehören zu den neueren Kreationen imperialistischer Medienpropaganda.“

Schmerzhafte Enttarnung eines Propaganda-Coups

Die von Hänsel und Dehm nach der dubiosen „Rettung“ der „Weißhelme“ vorgebrachte Forderung, Menschen pauschal wegen einer Gruppenzugehörigkeit die Berufung auf das Asylrecht zu verweigern, mag teils missverständlich formuliert gewesen sein, wie auch die NachDenkSeiten thematisiert haben – über Ursprung, Motivation und Wirkung der „Weißhelme“ und ähnlich durchschaubarer Konstrukte kann es aber kaum noch Zweifel geben. Und so verhält es sich mit der Verklärung des westlich initiierten Angriffskriegs gegen Syriens Regierung mutmaßlich so wie mit dem Feindbild-Aufbau gegen Russland: Auf weite Teile der Bevölkerung wirkt die vor allem auf Gefühlen beruhende Syrien-Kampagne mutmaßlich nicht mehr – obwohl sie aus eben jenen Gründen der Abnutzung kontinuierlich in ihrer Intensität gesteigert wurde und wird.

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