Jemen: Der Krieg, der in unseren Medien nicht stattfindet – USA und Saudi-Arabien töten zahlreiche Kinder bei einem Luftangriff | www.konjunktion.info

10-08-18 01:10:00,

Seit Jahrzehnten betreiben die USA im Nahen/Mittleren Osten und in Afrika eine Politik der Zerstörung. Fadenscheinig begründet in der jüngeren Vergangenheit vor allem mit dem “Kampf gegen den Terror”. Doch egal, ob der Präsident nun Reagan, Bush sen., Clinton, Bush jun., Obama oder aktuell Trump hieß bzw. heißt, es ging immer nur darum auf Kosten Unschuldiger das eigene Imperium zu schützen und auszuweiten.

Entweder durch direktes militärisches Eingreifen (wie im Irak) oder mit der Hilfe von Proxies und Terroristen (wie in Syrien) hat Washington ganze Landstriche unbewohnbar (Stichwort Uranmunition) gemacht und Hunderttausende Menschen getötet und Millionen zu Flüchtlingen gemacht. Zum Großteil gedeckt und unterstützt durch die willfährigen Politdarsteller und Redaktionsstubenhocker in Deutschland.

Der Jemen macht hier keine Ausnahme – außer dass die Berichterstattung unserer Hochleistungspresse dazu eigentlich nicht stattfindet. Seit Jahren wird das Land von einer “Koalition aus Saudi-Arabien und den USA” völkerrechtswidrig angegriffen und steht heute – auch Dank einer Wirtschaftsblockade – kurz vor dem Zusammenbruch. Auch hierzu kein Aufschrei unserer “Medienschaffenden und Politgrößen”.

Auch einen aktuellen Luftangriff der US-Saudi-Kräfte auf einen mit Zivilisten besetzten Bus in Nordjemen muss man der internationalen Presse entnehmen. So berichtete der Guardian, dass 43 Menschen bei diesem feigen Angriff ums Leben gekommen sind – die meisten davon Kinder. Johannes Bruwer vom vor Ort helfenden Roten Kreuz:

Nach dem humanitären Völkerrecht müssen Zivilisten während des Konflikts geschützt werden. Zahlreiche Tote, noch mehr Verletzte, die meisten unter 10 Jahre alt.

(Under international humanitarian law, civilians must be protected during conflict. Scores killed, even more injured, most under the age of 10.)

Tweet Johannes Bruwer - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt TwitterTweet Johannes Bruwer - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Tweet Johannes Bruwer – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Einmal mehr werden die Opfer euphemistisch als “collateral damage” bezeichnet, die sich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort in der Nähe eines militärischen Ziels befanden. Eine Bekanntmachung der saudischen Staatspresse nannte den Angriff eine “legitime militärische Aktion” und dass der Luftangriff

internationalen und humanitären Gesetzen entsprach.

(conformed to international and humanitarian laws.)

Weiter lesen wir in der Pressemitteilung aus Riad, dass die Kinder als Schutzschilde durch die Gegner der Koalition missbraucht worden sind. Dabei ist dieses neue Bombardement nur ein verhältnismäßig kleines im Kontext einer viel größer angelegten Bombenkampagne,

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