“Weltpolitische Lage”: Alles nur Kabuki | www.konjunktion.info

11-08-18 09:20:00,

Kabuki - Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfreiKabuki - Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

Kabuki – Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

Die “weltpolitische Lage” gleicht dem japanischen Theater Kabuki. Ein überzeichnetes Schauspiel, in dem die Darsteller (Kumadori) dick aufgetragene, unwirklich und maskenhaft aussehende Schminke tragen, das ehemals ein gesellschaftliches Großereignis darstellte.

Auch die aktuellen “Wendungen” und Anmerkungen, dass der Iran doch aufgrund der “meisterlichen Gesprächstaktik Trumps” in die Knie gehen würde, ist in dieser Kategorie des Kabuki einzuordnen. Schon mehrfach schrieb ich davon, dass es zwar die eine oder andere rhetorische Spitze aus dem Weißen Haus gab, der man sogar in der Sache zustimmen konnte, jedoch sind diese Äußerungen nicht substanziell, wenn man es im Sinne eines möglichen Politikwechsels sieht. Das heißt, dass die globalistischen Pläne selbst von diesen Äußerungen unberührt bleiben.

Es hat sich trotz zahlreicher “Wendungen” nichts im Falle Syrien verändert, wenn man das US-Engagement betrachtet. Es hat sich trotz zahlreicher “Wendungen” nichts im Falle des Irans verändert, wenn man das US-Engagement betrachtet. Es hat sich trotz zahlreicher “Wendungen” nichts im Falle des Handelskrieges mit China verändert, wenn man das US-Engagement betrachtet. Es hat sich trotz zahlreicher “Wendungen” nichts im Falle Russlands verändert, wenn man das US-Engagement betrachtet. Und so könnte man weiter und weiter machen…

Irans Außenminister sagte, die Vereinigten Staaten könnten nicht verhindern, dass das Land Öl exportiert.

Mohammad Javad Zarif sagte der Iran-Zeitung, dass das Ziel von Präsident Donald Trump, den Rest der Welt zu zwingen, kein iranisches Öl zu kaufen, unmöglich sei.

Er verhöhnte auch, was er Mr. Trumps “Wutanfälle und GROßBUCHSTABEN-TWEETS” nannte.

Der US-Präsident nutzte am Dienstag Twitter, um eine massive Warnung an jeden zu richten, der Geschäfte mit dem Iran macht, nachdem er die Sanktionen gegen das Land wieder in Kraft gesetzt hatte.

Er will den Iran dazu zwingen, einem neuen Atomabkommen zuzustimmen, aber Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China haben sich verpflichtet, den Deal, den sie 2015 mit den USA ausgehandelt haben, einzuhalten und den Handel mit dem Iran fortzusetzen.

Herr Trump gab den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) auf, in dem der Iran im Mai seine umstrittenen nuklearen Aktivitäten im Austausch gegen die Sanktionen einschränkte.

 » Lees verder