Der Putschist | KenFM.de

16-08-18 08:28:00,

Die Geschichte der Vertuschungen des ehemaligen FBI-Direktors Robert Mueller.

von Kevin Ryan.

Der talentierte Mr. Mueller

In letzter Zeit ist der ehemalige FBI-Direktor Robert Mueller wegen seiner Untersuchung der vermeintlichen russischen Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 in den Schlagzeilen. Nach seinen 12 Jahren als Leiter der Behörde – dies ist die längste Amtszeit seit J. Edgar Hoover – sehen viele Mueller heute als grundehrlichen Mann, der dem Interesse des amerikanischen Volkes dient. Doch diese Einschätzung kann nicht verteidigt werden, wenn man über Muellers Vergangenheit Bescheid weiß.

Nicht viele kennen Muellers lange Geschichte als Leiter von Regierungsuntersuchungen, die Ablenkungsmanöver oder Vertuschungen waren. Dazu gehört die Untersuchung des Bombenanschlags von Lockerbie 1988 (Pan-Am-Flug 103), die Untersuchung zur Bank of Credit and Commerce International (BCCI), die Terroristen finanzierte, und die FBI-Untersuchungen der Verbrechen vom 11. September 2001.

Heute gelangt die Öffentlichkeit zunehmend zu der Erkenntnis, dass es sich bei Muellers Untersuchung zu den vermeintlichen geheimen Absprachen zwischen Russland und den Verantwortlichen des Trump-Wahlkampfteams um ein ähnliches Ablenkungsmanöver handelt.

Zu Beginn seiner Karriere im Justizministerium fielen Muellers Fähigkeiten auf. Als Bundesstaatsanwalt in Boston Mitte der 1980er Jahre trug er dazu bei, dass vier Männer zu Unrecht verurteilt wurden; für Morde, die sie nicht begangen hatten, um einen mächtigen FBI-Informanten zu schützen – den Gangster James „Whitey“ Bulger. Nach einem Bericht des Boston Globe war „Mueller auch im Amt, als Whitey Bulger dem FBI half, seine kriminellen Konkurrenten abzutransportieren, ja sogar, als er Leichen an flachen Stellen entlang des Neponset begrub.“

Die Lockerbie-Vertuschung

Mueller wurde dann zum obersten Ermittler des Bombenanschlags von Lockerbie in Schottland 1988 ernannt. Der von Mueller vorgelegte Bericht war eine dürftige Geschichte, die einen Libyer namens Megrahi beschuldigte, eine Kofferbombe deponiert zu haben, die dann angeblich unbegleitet durch verschiedene Flughäfen reiste, um ihren Weg in das dem Absturz geweihte Flugzeug zu finden.

Trotz Muellers beharrlicher Verteidigung dieser unglaubwürdigen Geschichte wurde Megrahi 2009 aus dem Gefängnis entlassen und starb drei Jahre später in Libyen.

Bei den Lockerbie-Ermittlungen vertuschte Mueller Fakten zu einigen der Opfer des Bombenanschlags – einer Gruppe von US-Geheimdienstlern unter Leitung von Major Charles McKee von der Defense Intelligence Agency (DIA). McKee hatte sich zuvor zwecks Auffindung und Befreiung von Geiseln in Beirut aufgehalten und dort von dem CIA-Projekt COREA erfahren,

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