Zensur und Meinungsfreiheit: Das freie Internet liegt auf dem Sterbebett | www.konjunktion.info

20-08-18 09:10:00,

Notausschalter - Bildquelle: WikipediaNotausschalter - Bildquelle: Wikipedia

Notausschalter – Bildquelle: Wikipedia

Seit einem guten Jahrzehnt wächst der Einfluss des Internets auf Politik und Gesellschaft. Immer mehr Menschen wenden sich von den klassischen Mainstreammedien ab und suchen sich Informationen auf alternativen Plattformen – leider immer noch zu wenige. Aber selbst dieser noch kleine Schwenk in der “Informationsbeschaffung der Menschen” hat das Establishment dazu veranlasst mit “härteren Bandagen zu spielen”. Die virtuellen, freien Informationen sind seit Jahren ein Dorn im Auge der Mächtigen und daher wurde in den alternativen Medien auch schon seit Jahren darüber geschrieben, dass es einen “Notausschalter” für das Internet geben muss, will das Establishment den Geist der freien Informationen nochmals in die Flasche bekommen.

Aber während man noch vor wenigen Jahren dachte, dass es einen klassischen Schalter – bei welcher Behörde, Agentur, Geheimdienst oder was auch immer – gibt, mit dem man die Infrastruktur und das Rückgrat des Webs abschalten kann, ist der echte, heute verfügbare “Notausschalter” ein ganz anderer. In Zusammenarbeit von Regierungen und den wichtigsten Internetgiganten wurde ein System geschaffen, dass ungewollte Informationen gezielt angeht und somit deren Verbreitung verhindert.

Mittels 10 – bezeichnen wir sie mal als – Routinen wird der eigentliche “Notausschalter” emuliert:

  1. Verstoß gegen Community Richtlinien:
    Das Hauptargument. Die jetzt allgegenwärtige, pauschale Aussage, die Nutzer von Corporate Media Plattformen bekommen, wenn ihre Seiten, Kanäle, Konten geschlossen werden. Dabei weist diese Begründung nie auf etwas Bestimmtes hin oder bietet eine Gelegenheit, die Übertretung zu korrigieren.
  2. Shadow Banning:
    Die perfide Technik, eine persona non grata mundtot zu machen. Während der Nutzer weiterhin die Corporate Media Plattform benutzen kann, werden seine Posts nicht zugelassen bzw. werden seine Inhalte bei seinen Freunden, Followern nicht angezeigt.
  3. Throttling of Reach (Reichweitenbeschränkung):
    Die Social-Media-Plattformen stellen damit sicher, dass nur ein winziger Teil des Publikums tatsächlich das an Informationen bekommt, was es abonniert hat.
  4. Blacklisting Domains:
    Plattformen wie Facebook haben aufgezeigt, dass sie die Fähigkeit besitzen, dass eine bestimmte Domain nicht mehr erreicht werden kann.
  5. Löschen von Beiträgen und Inhalten:
    Wenn ein bestimmter Beitrag oder ein bestimmter Inhalt auf einer Plattform unerwünscht ist, kann er aus irgendeinem, meist nichtigen Grund gelöscht werden.

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