Mut und Würde | KenFM.de

21-08-18 09:14:00,

Von Rüdiger Lenz.

Was hat sie dieses Land doch so wunderbar für den Neoliberalismus geöffnet.
Als alternativlos hat sie ihn uns erklärt.
Den Debattenraum hat sie zu einer Groteske umfunktioniert.
So, dass Konsens gar nicht mehr möglich ist.
Sie, die Kanzlerin, ist eine Erfüllungsgehilfin des Großkapitals.
Wenn sie weg ist, kommt der oder die Nächste.

Weg muss etwas ganz anderes.
Weg muss eine Bildung, die das da auf dem Bild duldet und wieder wählt.
DAS muss weg: Die Verbildung.
Stichwort: Gerald Hüther und Manfred Spitzer. Beide sollte man ganz offiziell mal machen lassen und wie von selbst würde sich alles mit der Zeit ändern.

Der Gehorsam in diesem Lande muss weg!
Das Anhimmeln von Autoritäten, das muss aus den Köpfen weg!
Die Fremdbestimmung in den Haltungen, sie muss weg!
Der Glaube, für Geld zu arbeiten, das muss weg!
Reinlassen müssen wir alle das Leben, die Liebe und das Wir.
Und schon hätten diese menschlichen Hüllen keine Chance mehr.

Und genau deswegen haben wir diese Merkel.
Wir werden nach ihr noch so eine Hülle bekommen und danach noch so eine Hülle.
Fast alle waren Hüllen. In ihnen fehlte echtes Leben.
Es liegt auch an uns.
An unseren fehlenden Mut.
Angela Merkel steht für diesen Ersatz, für den fehlenden Mut und die uns oft fehlende Würde, so etwas überhaupt mit uns machen zu lassen.
Für einen Wandel braucht es mehr als nur in ihr oder anderen Politikern ein Feindbild zu sehen.
In uns wohnt nämlich auch ein Feind.
Und dieser spielt nicht für uns.

Dieser Feind ist unsere Anpassung an das Systemganze.

Solange wir eher den ständig nachwachsenden Feindbildern unsere Energien geben, sie regelmäßig und in zyklischen Wiederholungen verachten, sie anspucken und ihnen die Macht über unsere Lebensgestaltung schenken, dabei gegen unsere wahre Natur vorgehen, so lange werden wir unseren eigenen inneren Feind nicht hören, nicht erkennen und ihn für nicht existent erklären.
Verdrängung, ach was bist Du doch für ein guter Schutzheiliger.

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