Von der Würde der Tiere II | KenFM.de

27-08-18 05:41:00,

von Dirk C. Fleck.

Am 22. September 2016 veröffentlichte KenFM meinen Artikel „Von der Würde der Tiere“, der mit 647 Kommentaren bei den Top-Beiträgen bis heute mit weitem Abstand den ersten Platz einnimmt. Dies zeigt doch, wie sehr das Thema den Menschen am Herzen liegt. Als ich in einem Facebook-Post vor kurzem jedoch die Frage stellte, warum sich trotz aller Kenntnis über die „Fleischgewinnung“ nichts nennenswertes zu verändern scheint, duckten sich die meisten User weg. Warum essen so viele von uns nach wie vor Fleisch? Fragt euch das bitte, heißt es in dem Post, der gerade einmal sieben Likes erhielt. Ein erschütterndes Echo, wie ich finde. Es zeigt, wie schnell wir mit unserer Empörung zur Stelle sind, aber wenn es gilt, aus der schrecklichen Erkenntnis, wie mit unseren Mitwesen verfahren wird, persönliche Kosequenzen zu ziehen, scheint das milliardenfache Leid der Tiere, das sich täglich vor unser aller Augen abspielt, nicht zu zählen.

Für mich ist dies ein weiterer Beweis dafür, wie schwer wir uns damit tun, ein neues Bewusstsein zu entwickeln, das die Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Das gilt übrigens für alle ökologischen Probleme, die es zu lösen gilt. Das gilt nebenbei bemerkt auch für die Friedensbewegung, die selbst angesichts der Tatsache, dass unsere Politiker die Option eines Atomkrieges in den Händen wiegen wie einen Kohlrabi auf dem Gemüsemarkt, nicht so recht auf die Beine kommen will. Es ist diese Trägheit, dieses Beharrungsvermögen auf alten, bequemen Positionen, welches es den ausschließlich am Profit orientierten Eliten erlaubt, ihre Vernichtungspolitik unbeirrt weiter zu betreiben. In welchem Geiste das geschieht und wie fern von jeder Empathie gewirtschaftet wird, belegt eine Broschüre des Hog Farm Management, das eine Broschüre mit „Ratschlägen an die Schweinezüchter in den USA“ herausgegeben hat. Dort heißt es:

Vergessen Sie, dass das Schwein ein Tier ist. Behandeln Sie es genauso wie eine Maschine in einer Fabrik. Gehen Sie beim Umgang mit den Schweinen wie beim Ölen eines Gerätes um. Die Vermehrung der Schweine sollte wie ein Fließbandprozess betrachtet werden.

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