Islamisten mit Nato-Waffen? Russland zeigt erbeutetes Arsenal aus Syrien – VIDEO

29-08-18 07:30:00,

Beim Forum „Army-2018“ hat das russische Militär nicht nur die eigenen Waffensysteme präsentiert, sondern auch ein beachtliches Arsenal gezeigt, das von Terroristen in Syrien erbeutet worden ist – das brisante dabei: Einiges stammt aus der Nato-Produktion.

Wie Vertreter des russischen Militärs im Gespräch mit Sputnik-Korrespondenten erklärten, stammte der wesentliche Teil der Ausstellung aus den Ländern des ehemaligen Warschauer Vertrags, wo sie entweder noch seit den Sowjetzeiten gelagert oder nach Lizenz immer noch hergestellt wurden.

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Die Waffen aus ehemaligen sowjetischen Vorräten bildeten allerdings nur einen Teil der Ausstellung, denn es gab auch moderne Schusswaffen aus österreichischer, kanadischer, türkischer, israelischer und US-Produktion.

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Sputnik / Michail Wosskressenski

Auch gab es fast schon archaische Exemplare aus dem Zweiten Weltkrieg wie das Wehrmacht-Sturmgewehr StG44, sowjetische Maschinenpistolen PPSch-41, britische Centurion-Panzer und sogar französische Mehrladergewehre MAS-36 aus den 1930er Jahren.

Über die Lieferwege der westlichen Waffen an Terrorgruppierungen in Syrien wollten die Offiziere keine Vermutungen äußern.

Die Empfänger dieser „Hilfe“ aus aller Welt und allen Zeiten waren jedenfalls Kämpfer der dschihadistischen Gruppierungen aus der Freien Syrischen Armee (die vom Nato-Land Türkei militärisch und politisch unterstützt wird – Anm. d. Red.), kurdische YPG-Milizen aus der US-geführten Anti-IS*-Koalition und kleinere islamistische Einheiten, die im Westen zur Anti-Assad-Opposition gezählt werden.

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* Islamischer Staat, auch IS, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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