Aktivist: Weißhelme bringen Gasbehälter nach Idlib – Angst vor Giftgas-Fake wächst

11-09-18 02:30:00,

Politik

15:26 11.09.2018(aktualisiert 15:28 11.09.2018) Zum Kurzlink

Gut zwei Wochen nach der Warnung aus Moskau verdichtet sich der Verdacht, dass syrische Regierungsgegner in der von ihnen kontrollierten Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes doch einen Giftgaseinsatz vortäuschen wollen, um die USA und ihre Partner so zu einem Angriff auf die Truppen von Präsident Baschar al-Assad zu provozieren.

Am Dienstag hatte das russische Militär mitgeteilt, dass in Idlib bereits ein Fake-Film gedreht werde, der später der Öffentlichkeit als Beweis für einen C-Waffen-Einsatz präsentiert werden solle.

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REUTERS / Khalil Ashawi

Der syrische Bürgerrechtler Ammar Dschamal, der sich vor Ort befindet, bestätigte gegenüber Sputnik, dass rund 30 Mitarbeiter der umstrittenen “Hilfsorganisation Weißhelme“ am frühen Dienstagmorgen mit Ambulanzwagen nach Idlib gekommen und mehrere Behälter „mit unbekanntem Gas“ mitgebracht hätten. Sie seien aus der Stadt Darkush mit türkischen Kennzeichen eingereist und befänden sich jetzt in einem Getreidespeicher. Die „Weißhelme“ wurden schon mehrmals mit Vorwürfen konfrontiert, ihre Hilfsaktionen medienwirksam inszeniert zu haben.

Russische Regierungsvertreter hatten bereits Ende August gewarnt, dass Islamisten in Idlib eine „Provokation mit Giftgas“ planen würden, um eine militärische Reaktion des Westens gegen die syrische Regierung auszulösen. Das russische Versöhnungszentrum in Damaskus ließ wissen, dass die Weißhelme „Giftstoffe“ in Saraqib eingelagert hätten. Idlib gilt als die letzte Islamistenhochburg in dem vom Krieg verwüsteten Syrien.

Nach Angaben der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hatte die syrische Regierung all ihre bekannten C-Waffen-Vorräte entsorgt. Dennoch werfen die USA und ihre Verbündeten der Regierung in Damaskus vor, Giftstoffe gegen Rebellen einzusetzen. Nach einem angeblichen solchen Angriff in Duma hatte die OPCW vor Ort ermittelt, jedoch keine Spuren von Giften ausfindig gemacht.

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