Die UNO – Machtinstrument gegen Korea (7) | KenFM.de

15-09-18 04:18:00,

Eine andere Geschichte über den Ausbruch des Korea-Krieges.

von Peter Frey.

Der 25. Juni 1950 darf als schwarzes Datum für Korea bezeichnet werden. Das millionenfache Leid, welches mit dem nun folgenden Krieg für die Koreaner verbunden war, übertraf noch das der jahrzehntelangen japanischen Kolonialherrschaft zuvor. Der Krieg, von seiten der USA unter der Fahne der Vereinten Nationen geführt, hatte wahrlich apokalyptische Ausmaße. Doch außerdem hatte er eine Vorgeschichte voller Lügen, wurde begleitet von Lügen und der Vorwand seines Ausbruches fußte genauso auf einer Lüge.

Kriege beginnen mit Propaganda, mit der Feststellung eines Gegners, samt seiner ethischen Defizite. Kriege werden mit Empörungs-Management eingeleitet, das zu unmissverständlichem Handeln auffordert. Außerdem hängen Kriege davon ab, dass Menschen in der bequemen Illusion verharren, zum Krieg Treibende wären dem Frieden verpflichtet. Dass sich Menschen der unbequemen Realität verschließen und dafür lieber – die Realität ausblendend – dem zu schönen Traum einer „Völkergemeinschaft“, der „demokratischen Öffentlichkeit“, der „Wertegemeinschaft“ hingeben. Somit ist die UNO von Beginn an auch immer ein Propaganda-Instrument gewesen. Vor allem dann, wenn die seit Jahrzehnten dominanten Kräfte im globalen Macht- und Herrschaftssystem am ganz großen Rad drehten.

Die UNO als Träger des Narrativs der Mächtigen

Beginnen wir mit den Lügen, welche das Dokument enthält, welches am 25. Juni 1950 der UN-Sicherheitsrat als Resolution Nummer 82 mit neun Ja-Stimmen und einer Enthaltung verabschiedete (1,b1):

An dieser Stelle wird dem geneigten Leser vielleicht klarer, warum es eines Vorlaufs von sechs Artikeln bedurfte, um letztlich zum tragischen Ereignis des Korea-Krieges selbst zu kommen. Weil der damit verbundene Erkenntnisgewinn offensichtlich macht, dass UN-Sicherheitsratsbeschluss 82 (wie auch die Folgenden) eine völlig falsche koreanische Realität des Jahres 1950 wiedergibt. Nur im unvollständigen Ausschnitt (erster Absatz der Resolution) finden Sie gleich die erste Lüge:

„[…] the Government of the Republic of Korea is a lawfully established government […]“ (2)

was so viel heißt wie:

„die Regierung der Republik Korea ist eine rechtskräftig eingesetzte Regierung“ (Übers. PA)

Wir wissen aber nun, dass die Regierung Syngman Rhees aus einem Wahlprozedere hervorging, das man nur als Farce bezeichnen kann. Die Wahlen waren weder frei noch waren sie demokratisch.

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