Wikipedia an der Propagandafront gegen Historiker

19-09-18 09:12:00,

Grafik: TP. Wikipedia-Logo: Nohat (concept by Paullusmagnus) / Wikimedia / CC-BY-SA-3.0

  1. Wikipedia an der Propagandafront gegen Historiker

  2. Über “Harry Elmer Barnes”: Mangel an Ausgewogenheit

  3. Grundpositionen des Council on Foreign Relations wiedergegeben


  4. Auf einer Seite lesen

Das berühmte Online-Lexikon wird häufig für politische Interessen instrumentalisiert. Qualität und Ausgewogenheit der Lexikonartikel bleiben dabei auf der Strecke

Es gibt de facto nur noch ein einziges Lexikon auf dieser Welt. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat es geschafft, alle anderen Lexika, seien sie nun als haptische Bücher oder seien sie als digitale Netze verfügbar, komplett zu verdrängen.

Als einem Monopolisten kommt nunmehr Wikipedia eigentlich eine ganz besondere Verantwortung zu, allen Seiten gerecht zu werden und das Objektivitätsgebot besonders streng umzusetzen. Denn Schüler und Studierende auf der ganzen Welt greifen auf die geistige Instantnahrung von Wikipedia zurück.

Ja, es steht die Bedrohung ins Haus, dass so genannte Soziale Netzwerke von ihren Betreibern auf politischen Druck ihren Traffic nach fake-news durchkämmen, und sich dabei von den Wahrheitsdefinitionen der Wikipedia leiten lassen. Es entstünde auf diese Weise eine schaurige Variante von Orwells berüchtigtem “Wahrheitsministerium”.

Die digitale Enzyklopädie als Kampfinstrument

Nun sind in letzter Zeit zahlreiche empirische Beweise vorgelegt worden, dass es Wikipedia nicht nur an der gebotenen Objektivität mangelt, sondern dass interessierte Redakteure die digitale Enzyklopädie als Kampfinstrument nutzen, um politische Gegner durch vermeintlich sachliche Aussagen zu diskreditieren.

Zu Hilfe kommt ihnen die Immunität durch Anonymität: Kein Wikipedia-Redakteur oder Hierarch muss sich durch Nennung seines Klarnamens überprüfbar und kritisierbar machen lassen. Zudem befindet sich der Sitz der Wikimedia Foundation als Rechtssubjekt in den USA. Ein juristisches Vorgehen gegen Autoren unausgewogener Wikipedia-Artikel ist somit für den Normalbürger nahezu unmöglich.

Es ist bekannt, dass clevere Werbeprofis sich die Anonymität der Wikipedia zunutze machen, um Lexikonartikel im Sinne ihrer Auftraggeber aus der Industrie so umzuschreiben, dass sie Produkte in einem möglichst positiven Licht darzustellen. Oder Produkte ihrer Konkurrenten schlecht zu machen. Auch politische Interessengruppen haben Wikipedia-Autoren dafür bezahlt, bestimmte Artikel im Sinne ihrer Weltsicht umzuschreiben.

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