Rückblick: Die NZZ-Studie

06-10-18 05:26:00,

2016 publizierte unsere Forschungsgruppe die NZZ-Studie zur geopolitischen Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung. Darin wurde anhand von über 130 Artikeln erstmals empirisch nachgewiesen, dass die NZZ zu 89% Propagandabotschaften der Konfliktpartei USA/NATO verbreitet, Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet, sowie unausgewogene und teilweise unüberprüfbare Drittquellen verwendet.

Zur Erklärung der einseitigen NZZ-Bericht­er­stat­tung wurden drei Hauptfaktoren identifiziert: Die ideologische Ausrichtung der NZZ; die politisch-ökonomisch-militärische Abhän­gig­keit der Schweiz von den NATO-Staaten; sowie die Einbindung der NZZ-Chefredakteure in transatlantische Eliten-Netzwerke.

Die NZZ-Studie erreichte im deutschsprachigen Raum über einhunderttausend Menschen und markierte eine Zäsur in der modernen Schweizer Medienforschung: Erstmals wurde ein führendes Schweizer Medium bezüglich geopolitischer Propaganda empirisch untersucht.

Unsere Forschungsgruppe wurde in der Folge von mehreren Schweizer Medienprofessoren öffentlich kritisiert (unter anderem in der ARD); bis heute wurde jedoch kein einziges inhaltliches Gegenargument zur Studie vorgelegt.

Ein ehemaliger NZZ-Redakteur schrieb uns indessen: »Ich hatte selbst in den 80er Jahren bei der NZZ gearbeitet. Damals eine Auszeichnung. Heute leider so wie von Ihnen beschrieben.«

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