Fukushima: AKW-Abbau als Jobmaschine

22-10-18 09:23:00,

Fukushima 2 bzw. Fukushima Daini. Bild: Tepco

Auch Fukushima 2 soll nun abgebaut werden, ein Prozess, der Jahrzehnte dauern wird und verloren gegangene Arbeitsplätze ersetzt. In Fukushima 1 gibt es weiter Probleme

Weiterhin ist nicht klar, was im havarierten AKW Fukushima 1 mit den fast 900.000 Tonnen an kontaminiertem Grund- und Kühlwasser geschehen soll, die in Tanks auf dem Gelände gesammelt sind. Betreiber TEPCO würde das Wasser am liebsten im Meer entsorgen. Kürzlich aber stellte sich heraus, dass es neben Tritium auch Jod 129 mit einer Halbwertszeit von über 15 Millionen Jahren sowie mit Ruthenium 106 und Technetium belastet ist. Überdies hat Tepco trotz des Filterns weiterhin Cäsium und Strontium im Wasser gefunden, was erst im September bekannt gegeben wurde.

80 Prozent sind so stark kontaminiert, dass sie erst noch einmal gefiltert werden müssten, um ins Meer abgelassen zu werden. 160.000 Tonnen überschreiten die Grenzwerte für ein Ablassen in die Umwelt um das 10 bis 100-Fache, 65.000 Tonnen gleich um das 20.000-Fache, musste Tepco kürzlich einräumen. Ob man zuvor falsche Angaben gemacht oder nur nicht richtig gemessen hat, ist nicht klar. Bis vor kurzem hatte Tepco argumentiert, das Wasser sei nur noch mit Tritium belastet, das für die Umwelt unbedenklich sei.

Foto vom Inneren des Sicherheitsbehälters des Reaktors 2, in dem sich eine Kernschmelze ereignete, von Fukushima 1. Bild: Tepco

Wie vor allem das Material aus den drei Reaktoren, in denen sich eine Kernschmelze ereignet, entfernt werden soll, ist ebenso unklar wie die Endlagerung des übrigen Materials. Bis 2020 könnten insgesamt 1,4 Millionen Tonnen belastetes Wasser auf dem AKW-Gelände gelagert werden, dann wäre endgültig Schluss und es muss ein Ausweg gefunden werden. Und weil das AKW mit den Reaktorgebäuden, den Tanks und den 1500 Brennstäben in Kühlbecken weiterhin durch Tsunami gefährdet ist, soll nun eine weitere Schutzmauer errichtet werden.

Noch für lange Zeit ist so gesichert, dass für den Schutz und den Abbau des AKW eine große Anzahl von Arbeitsplätzen vorhanden sein wird. Das ließ Fukushima 1 ein wichtiger Arbeitgeber in den beiden nahegelegenen Städten Okuma und Futaba und in der Region bleiben, was das AKW auch schon vor der Katastrophe war. Und weil das so ist,

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