Das 9/11-Märchen

23-10-18 12:23:00,

Im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq im Jahr 2005 werden seine Freunde, Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah — mutmaßliche Todespiloten des 11. September 2001 — als strenggläubige Muslime bezeichnet. Diese Bezeichnung läuft wie ein roter Faden durch das ganze Urteil. Im Urteil insgesamt sechzehn Mal behauptet, dass Atta und seine Freunde hofften, als Märtyrer zu sterben, um ins Paradies zu gelangen.

Das Gericht ging davon aus, dass Atta, Alshehhi und Jarrah derart von ihrem Glauben überzeugt waren und gerade wegen dieses Glaubens Angriffe gegen Juden und Amerikaner verüben wollten. Sie würden also religiösen Pflichten gehorchen und während eines solchen Angriffs als Märtyrer sterben, denen das Paradies zusteht.

Auch die 9/11 Untersuchungskommission der US-Regierung ging davon aus, dass 19 mutmaßliche Terroristen die Anschläge des 11. September aus fanatisch-religiöser Überzeugung begangen hätten. Der Abschlussbericht der Kommission enthält das Wort Islam und dessen Varianten wie Islamisten, Islamismus, Muslime mehrere hundert Mal. Der Name Atta kommt nicht weniger als 293 Mal in diesem Abschlussbericht vor. Doch bezüglich der religiösen Überzeugungen von Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah steht erstaunlicherweise nur ein einziger allgemeiner Satz im Bericht:

„Aus Folge des Einflusses von Zammar oder durch andere Anregungen entschlossen sich Atta, Binalshibh, Shehhi und Jarrah ihre extremistischen Überzeugungen in die Tat umzusetzen. Gegen Ende des Jahres 1999 waren sie bereit, ihr Studentenleben in Deutschland zugunsten des gewalttätigen Jihad aufzugeben. Diese letzte Phase ihrer Entwicklung in Richtung eines umfassenden islamistischen Extremismus blieb von ihrer Umgebung nicht gänzlich unbemerkt.“

Dass Atta, Alshehhi und Jarrah in den USA wie Amerikaner gekleidet waren, ihren Bart abrasiert und Moscheen gemieden hatten — wie mehrmals berichtet — könnte man zwar als Tarnung auslegen. Aber wie steht es mit ihrem angeblichen Drang, sich abends in Bars aufzuhalten, Alkohol zu trinken und sich mit Prostituierten herumzutreiben? So ein Verhalten ist keine Voraussetzung dafür, in der amerikanischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Und welchen Reiz sollte Las Vegas, die Stadt der Sünde, auf fanatische Muslime ausüben, wo sie einige Mal hinreisten?

Dass die Kommission dieses un-islamische Verhalten nicht in ihrem Schlussbericht erwähnt, könnte darauf hindeuten, dass solche Informationen die öffentliche Legende über fanatische Islamisten erschüttert hätten. Diese Informationen wurden auch nicht im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq erwähnt, obwohl sie zur Entlastung des Beschuldigten hätten angeführt werden sollen.

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