Tagesdosis 25.10.2018 – Die Verachtung des Volkes | KenFM.de

25-10-18 01:53:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Die meisten Friedensaktivisten geben an, wenn man sie nach einem Ereignis fragt weshalb sie Aktivisten für den Frieden wurden, dass ihnen der 11. September 2001 dazu verholfen habe. Dieses Datum sei ein ganz entscheidendes, will man verstehen was heute so alles abgeht. Achja, ist das so? Oder ist das Ereignis, das am 11. September 2001 die Welt veränderte, bloß eine Zwischenstation. Eine Normalität herrschender Interessen etwas in Gang zu setzen, damit die Schafherde ihnen folgt, wohin auch immer?

Das geistige Karzinom

Mein ganz persönlicher Aufwachmoment war die Regierungszeit von Helmut Kohl. In ihr repräsentierten und offenbarten sich Skandale und Verflechtungen derart offensichtlich, dass ich die elitären Interessen dahinter sehr leicht wahrnehmen konnte. Interessen, die seit jeher die Massen lenken, die Eliten stärken und die Aktivisten in regelmäßiges Entsetzen zwingen. Fast schon ist man an den großen Mathematiker Carl Friedrich Gauß erinnert, der für derlei menschliche Ausschweifungen eine Kurve erfand, an der man diese Regelmäßigkeit errechnen kann. Doch das Gedächtnis der Menschen scheint wie ein Schicksalsschwert auf allen Generationen zu Lasten, sodass diese Regelmäßigkeit immer wieder aufs Neue erfahren und als Machenschaften hinter dem Thron erkannt werden müssen. Wer morgens ein Ei zum Frühstück isst, der kann leicht bemerken, dass das Salz, das er vielleicht auf sein Ei streut, sich niemals mit dem Eiweiß verbindet.

Genau so ist es auch mit der Macht. Sie separiert sich, weil sie eine Entität ist. Eine eigenständige Einheit, die sich nicht einfach so mit dem Menschen verbindet, sondern der Mensch sich liebend gerne durch sie sein Leben würzt. Macht an sich ist immer vorhanden. Sie schwebt über unseren Geist als solche und vereinnahmt ihn, sobald sie zum Greifen nahe scheint. Wie der Sog eines schwarzen Loches kehrt sie alles um, sobald man mit ihr in Berührung kommt. Moral, Ethik und ein gutes Gewissen scheinen von ihm endlos gedehnt und alles Soziale wird hinweggedrückt. Macht ist der Exzess des Ichs mit seinem Umfeld, ein geistiges Karzinom, das im Leib der gesamten Menschheit wohnt. Von ihm erfasst, ändern sich dann die Menschen,

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