die-weltkriegsprobe

03-11-18 07:14:00,

Die Strategen der Nato-Staaten haben ihren sogenannten Anti-Terror-Krieg als Instrument globaler Weltdominanz immer schneller gegen eine Strategie der Konfrontation starker Truppenverbände größerer Staaten ausgetauscht, womit die Nato erst einmal China und Russland als mögliche Gegner sieht. Der Hintergrund dieses für die Zivilisation hochgefährlichen Spurwechsels ist die neue Nationale ‚Verteidigungs‘-Strategie des US- Pentagon (National Defense Strategy) (1).

Dieses Strategiepapier zielt auf eine Steigerung der Kampfbereitschaft mittels weiter entwickelter tödlicher Systeme, darunter Nuklearpotentiale, Kapazitäten im Orbit und im elektromagnetischen Spektrum des Internet, wo Cyberkrieg entwickelt wird. Die Raketenabwehr müsse ausgefeilter werden und autonome Systeme nehmen in ihrer Bedeutung für die Kriegsführung deutlich und schnell zu.

Das alles wird im aktuell laufenden ‚Trident Juncture‘-Manöver der Nato durchgespielt. Die auch „heiße Phase“ genannte Haupt- und Kernphase des größten Nato-Manövers seit dem Ende der Sowjetunion hat am 25. Oktober begonnen. Nach Ende der Hauptphase am 7. November folgt die sogenannte Stabsübung am Joint Warfare Centre der Nato in Norwegen, im Dezember werden die Truppen und ihr Gerät dann wieder in die Mitgliedsstaaten zurück verlegt (2).

Nach einem Bericht im Deutschlandfunk geht es beim „Trainieren des Bündnisfalls“ vor allem um „Sorgen“, den baltischen Staaten und Polen könnte „nach der russischen Krim-Annexion und dem Ukraine-Krieg“ Ähnliches widerfahren.

Das Szenario sei, so Jens Stoltenberg, entsprechend „fiktiv aber realistisch“ (3).

Das Szenario hat als Grundannahme den Angriff einer sogenannten Gruppe Nord, gegen die als Befreier die Gruppe Süd steht, beide Kräfte — die Guten und die Bösen — werden im Manöver jeweils von Nato-Streitkräften verkörpert.

Der Dreizack Trident ist in der US Navy das Symbol für die Verbindung von Luftwaffe, Heer und Marine (4). In der Tat spielt die Nato das Ineinandergreifen aller Bereiche der Kriegsführung in verschiedenen Strategien und Manövern durch, zu denen auch noch die Nutzung des Weltraums und des Internet, des Cyberwar, zählt (5).

Das ‚Trident Juncture‘-Szenario ist nach Nato-Verlautbarungen nicht gegen Russland gerichtet (siehe DLF-Text in Anmerkung 3), es sei lediglich eine ‚klare Botschaft‘ an jeden möglichen Gegner, also zu allererst an Russland — es sei rein defensiv und richte sich gegen niemanden, so Nato-Generalsekretär Stoltenberg. „Es gibt keinen Grund für Russland, Angst zu bekommen“, heißt es daher in der Nato-Zentrale (6). Das Sicherheitsumfeld hat sich nach Nato-Sicht seit der Ukraine-Krise komplett geändert. Man blendet die Völkerrechtsverletzungen der Nato-Staaten aus den letzten Jahrzehnten komplett aus,

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