Trumps Strategie gegen Russland und China, von Alfredo Jalife-Rahme

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03-11-18 07:46:00,

Der Krieg in Syrien hat gezeigt, dass die US-Streitkräfte ihre Überlegenheit im konventionellen Krieg gegenüber Russland verloren haben. Die von Moskau entwickelte neue Generation von nuklearen Hyperschall-Waffen dürfte auch die Überholung der Vereinigten Staaten im Kernwaffen-Bereich belegen. Auf der Suche den Rückstand wettzumachen, beabsichtigt das Pentagon – solange es noch Zeit ist – seine quantitative nukleare Überlegenheit auszunutzen, um Russland und China seine Option aufzunötigen.

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Die Generäle James Mattis (Verteidigungsminister) und Joseph Dunford (Präsident des Ausschusses des Generalstabes).

Si vis pacem, para bellum [1]

Das Magazin Foreign Affairs des einflussreichen Council on Foreign Relations hat der laufenden Debatte über einen nuklearen Krieg der USA gegen Russland und China einen Beitrag ohne Tabus gewidmet [2].

Zuerst gab es einen Artikel von Elbridge Colby – einer der Hauptautoren der Nationalen Verteidigungsstrategie des Pentagons [3], der den effektiven Krieg gegen den Terrorismus und die Rückkehr des Wettbewerbs zwischen den Großmächten mit der neuen strategischen Parole verkündet: “Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Atomkrieg vor! ” [4]

Colby, der vormalige stellvertretende Unter- Sekretär, verantwortlich für die Strategie und die Entwicklung der Streitkräfte, warnt: „jede Konfrontation mit Russland und China könnte dadurch eine nukleare werden, dass jeder Kombattant bedingt durch die Härte einer Schlacht und die Unsicherheit ihres Ausgangs in die Versuchung der nuklearen Option geraten könnte, um der Herausforderung zu widerstehen und die Entschlossenheit der anderen Partei zu testen, oder ganz einfach nur um den Kampf fortzusetzen.

Colby zufolge sei „der beste Weg einen Atomkrieg zu vermeiden, für einen solchen begrenzten (sic) bereit zu sein“; und „die USA wären tatsächlich bereit, wirkungskräftige (sic!) sowie begrenzte atomare Einsätze zu führen“.

André Damon, von der trotzkistischen Website WSWS [5], kommt auf die Drohung von Trump zurück, dass die USA sich aus dem INF-Vertrag, welcher den USA und Russland die Weiterentwicklung von Mittelstreckenkernwaffen zwischen 500 und 5500 km Reichweite untersagt, zurückziehen wollen [6].

Damon ist der Auffassung, dass Trumps Drohung „das Leben von Millionen Menschen in Europa und in Ostasien durch die Planung eines Kreuzfeuers gegen Peking und Moskau gefährde“. Und die USA machen ja keinen Hehl mehr aus ihrem Wunsch „Atomwaffen in ihren Schlachten zu gebrauchen“,

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