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07-11-18 09:29:00,

6. November 2018 um 10:23 Uhr | Verantwortlich:

Facebook zensiert alternative Medien – „Das ist erst der Anfang“, meint ein neokonservativer Insider

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Lobbyorganisationen und interessengebundene Wissenschaft, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Bei einer Berliner Konferenz über Sicherheit heischte der neokonservative Hardliner Jamie Fly offenbar nach Anerkennung für die kürzlich durchgeführte koordinierte Zensur alternativer Medien, berichten Max Blumenthal und Jeb Sprague. Von Max Blumenthal und Jeb Sprague vom Gray Zone Project. Aus dem Englischen von Josefa Zimmermann.

Im Oktober löschten Facebook und Twitter die Accounts von Hunderten Nutzern, darunter auch etliche Accounts von alternativen Medien, denen viele Amerikaner folgten. Zu denen, die dieser koordinierten Aktion zum Opfer fielen, gehörten beliebte Webseiten, die Recherchen zur Brutalität der Polizei und zum US-Interventionismus veröffentlichten, z. B. The Free Thought Project, Anti-Media und Cop-Block sowie die Seiten von Journalisten wie Rachel Blevins. Facebook behauptete, dass diese Seiten „gegen unsere Spam-Regeln verstoßen und gemeinschaftliches unauthentisches Verhalten gezeigt” hätten. Webseiten wie The Free Thought Project wurden jedoch von Facebook verifiziert und über lange Zeit als legitime Quellen für Nachrichten und Meinungen anerkannt. Der freie Journalist John Vibes, der bei The Free Thought publizierte, wirft Facebook vor, „Mainstream-Quellen zu bevorzugen und alternative Stimmen zum Schweigen zu bringen”.

In seinen Äußerungen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden, bekennt sich ein neokonservativer Insider aus Washington offenbar als verantwortlich für die jüngste Säuberungsaktion und verspricht weitere Löschungen in naher Zukunft.

“Russland, China und andere Staaten machen sich die Vorteile unseres offenen Systems zunutze“, bemerkte Jamie Fly, Senior Fellow und Direktor des Asienprogramms des einflussreichen, von der US-Regierung und der NATO finanzierten Think-Tanks German Marshall Fund. „Sie können Geschichten erfinden, die kopiert und über verschiedene Webseiten verbreitet werden. Wir fangen gerade erst damit an, sie einzudämmen. Gerade in der letzten Woche begann Facebook mit dem Löschen von Webseiten. Das ist erst der Anfang.”

Fly beschwerte sich darüber, dass „man nur eine E-Mail-Adresse braucht“, um einen Facebook- oder Twitter-Account einzurichten und er beklagte sich, dass die Seiten für alle Nutzer zugänglich sind. Er prognostizierte einen langen Kampf von globalem Ausmaß, um die Situation in den Griff zu bekommen und wies darauf hin,

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