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08-11-18 09:23:00,

Die Angst vor der Wahrheit ist ein bekanntes Phänomen. So versucht beispielsweise fast jeder, den Gedanken an den eigenen Tod zu verdrängen. Jedoch ist die Angst vor der Wahrheit nicht immer so zweckmäßig. Eine unzweckmäßige Angst, die nicht als solche erkannt wird, ist die Angst vor der Wahrheit über die Anschläge des 11. September 2001, kurz 9/11 genannt.

Diese Angst wird selten beim Namen genannt, weil sie durch unbewusste psychologische Mechanismen abgeschirmt wird. Dazu dienen zwei Schutzschichten. Die äußere Schicht besteht aus scheinbar rationalen Argumenten. Diese werden je nach Bedarf als Erklärung herangezogen, warum man sich nicht mit dem Thema 9/11 zu befassen braucht. Falls dazu gedrängt, greift die Person zur zweiten Schutzschicht. Sie erklärt, sogar mit Nachdruck, dass sie an der Wahrheit nicht interessiert sei. Der Wunsch, etwas nicht wissen zu wollen, ist aber niemandem so peinlich, wie seine Angst vor der Wahrheit offen zu legen. Insgesamt handelt es sich hierbei um das von Psychologen gut studierte Phänomen der Leugnung.

Als bekannteste Argumente zur Begründung des Nicht-Wissen-Wollens über 9/11 werden die folgenden vorgeschoben:

  1. Der Sachverhalt zu 9/11 sei schon längst geklärt worden.
  2. Es ist unvorstellbar, dass die US-Behörden ihre eigenen Bürger umbringen.
  3. Wäre 9/11 eine Regierungsoperation, hätte das schon längst jemand ausgeplaudert.
  4. Man habe keine Zeit, sich mit dem Sachverhalt zu befassen.
  5. Die Klärung des Sachverhalts verlange Fachkenntnisse.
  6. Es seien viel dringendere Probleme zu lösen.
  7. Die Aufklärung von 9/11 sei vergebliche Mühe.
  8. Die Kritiker der offiziellen These sollen ihre eigenen Theorien selbst beweisen.
  9. Osama bin Laden habe seine Teilnahme an der Operation 9/11 selbst zugegeben.

Zunächst einmal beruhen diese Argumente nicht auf konkreten Befunden, noch erhärten sie Befunde über 9/11 oder entkräften diese. Sondern es sind bloße Vermutungen, Wünsche oder schiere Behauptungen. Wenn der Verfechter dieser Argumente dazu gedrängt wird, diese näher zu begründen, gesteht er — manchmal sogar mit Stolz — er habe sich sehr wenig mit dem 9/11-Sachverhalt beschäftigt und beabsichtige auch nicht, das in Zukunft zu tun.

Der moderne Mensch will in der Öffentlichkeit als rationales Wesen erscheinen. Falls ihm unterstellt wird, seine Äußerungen stammten aus einem Sumpf von Vorurteilen, Glaubensbekenntnissen oder Emotionen, reagiert er empört. Daher ist eine Analyse der häufigsten vorgeschobenen Argumente unerlässlich.

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