der-wahnsinn-der-milliardare

10-11-18 02:25:00,

Als ich zehn Jahre alt war, wurde ich mit einem Schülerstipendium in ein Internat für die Super-Reichen in Massachusetts geschickt. Die nächsten acht Jahre lebte ich unter den reichsten US-Amerikanern. Ich hörte mir ihre Vorurteile an und sah ihre exzessive Anspruchshaltung. Sie bestanden darauf, privilegiert und reich zu sein, weil sie schlauer und talentierter waren.

Für jene, die ihnen an materiellem und sozialem Status unterlegen waren — sogar jene, die bloß reich waren —, hatten sie nur hämische Verachtung übrig. Den meisten der Super-Reichen mangelte es Empathie und Mitgefühl. Sie bildeten Elite-Cliquen, die jeden Nonkonformisten schikanierten, mobbten und verspotteten, der ihrem Universum der Selbstverherrlichung die Stirn bot oder nicht dazu passte.

Mit den meisten Söhnen der Super-Reichen konnte man keine Freundschaft aufbauen. Freundschaft definierten sie darüber, „was für sie dabei heraussprang“.

Vom Moment ihrer Geburt an waren sie umringt von Menschen, die auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingingen. Sie waren unfähig, anderen, die sich in einer Notlage befanden, die Hand zu reichen. Ihr Universum wurde beherrscht von jeder belanglosen Laune oder Schwierigkeit, die sie gerade durchlebten, und die Vorrang vor dem Leiden anderer, selbst ihrer Familienmitglieder, hatte.

Sie wussten nur, wie man nahm. Sie konnten nicht geben. Es waren deformierte, unglückliche Menschen, die in ihrem unstillbaren Narzissmus gefangen waren.

Es ist wesentlich, die Pathologien der Super-Reichen zu verstehen. Sie haben die totale politische Macht ergriffen. Diese Pathologien prägen Donald Trump, seine Kinder, die Brett Kavanaughs und die Milliardäre in seiner Regierung. Die Super-Reichen können die Welt nur aus ihrer eigenen Perspektive sehen.

Die Menschen um sie herum, einschließlich der Frauen, die diese Männer mit Anspruchshaltung ausbeuten, sind Objekte — dazu da, flüchtige Begierden zu befriedigen oder manipuliert zu werden. Die Super-Reichen sind fast immer unmoralisch.

Richtig und falsch, Wahrheit und Lügen, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit — diese Begriffe sind ihnen unbegreiflich. Was immer ihnen nützt oder gefällt, ist gut. Was nicht, muss zerstört werden.

Die Pathologie der Super-Reichen erlaubt Trump und seinem unreifen Schwiegersohn Jared Kushner, sich mit dem saudischen De-Facto-Herrscher Mohammed bin Salman, einem anderen Erzeugnis ungezügelter Anspruchshaltung und Vetternwirtschaft, zusammenzutun und den Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi, mit dem ich in Nahost zusammengearbeitet habe, zu vertuschen.

Die Super-Reichen verbringen ihr Leben unter dem Schirm ihres ererbten Reichtums,

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