die-holle-im-kopf

10-11-18 03:53:00,

Klammert man einmal die rein zwischenmenschlichen Verbrechen vollkommen aus, die Deutschland über die Welt gebracht hat oder auch im Land selbst stattgefunden haben, dann bleiben weitere, sehr dunkle Flecken auf der Weste. Und der mit Abstand größte und dunkelste davon liegt in einer gigantisch großen Schattenwelt, für die die Bezeichnung „Hölle“ sicher keine Übertreibung ist: Die industrielle Massentierhaltung.

Milliarden Säuger, Vögel und andere Tiere verbringen dort von der Außenwelt abgetrennt ihre gesamte Lebensspanne in einem grausamen Sklavendasein. Sie sind aufs Engste zusammengedrängt und sehen niemals eine Pflanze, den Mond oder die Sonne. Zur erzwungenen Fortpflanzung werden sie mit Plastikröhren vergewaltigt. Den Küken wird die Schnabelspitze abgepetzt, damit sie sich in der Enge nicht gegenseitig verletzen. Männlichen Ferkeln schneidet man ohne Betäubung die Hoden ab, damit später das billige Fleisch besser schmeckt. Kühe tragen durch extreme Zuchtwahl solch große Euter, dass sie vor Schmerzen kaum laufen können. Masthühnern wachsen in drei Wochen so schwere Brustmuskeln, dass sie beim Versuch aufzustehen nach vorne überkippen.

Und weil die gequälten Tiere all das eigentlich gar nicht überstehen könnten, werden sie mit vielen verschiedenen Medikamenten am Leben gehalten.

Es wird geschätzt, dass die „Nutztiere“ des Menschen mittlerweile etwa 66 Prozent der Biomasse der Landwirbeltiere des gesamten Planeten ausmachen. 31 Prozent entfallen auf den Menschen selbst und nur noch 3 Prozent auf frei lebende Tiere (1). Unter den 66 Prozenten der „Nutztiere“ wiederum gibt es nur noch einen kleinen, zügig abschmelzenden Bruchteil von Individuen, die sich nicht im Sog der industriellen Intensivtierhaltung befinden. Für Deutschland geht man von kaum einem Prozent aus, in dem Tiere noch wirklich extensiv gehalten werden. Der Mensch hat den Planeten nach Hunderten Millionen Jahren der freien Entfaltung in eine Welt der brutalen Versklavung verwandelt.

Abgesehen von den USA dürfte kein anderer Staat historisch so viel zur Eskalation der beispiellosen Perversion beigetragen haben wie Deutschland. Schon die Nationalsozialisten stellten wahrscheinlich sogar die erste Regierung der gesamten Zivilisationsgeschichte überhaupt, die zum Zwecke der Produktionssteigerung die „Nutztierhaltung“ in die industrielle Schiene lenkte und diese Richtung dann auch anderen Ländern aufzwängte. In dem Nazi-Blatt Deutsche Allgemeine Zeitung wurde etwa am 13. Juli 1944 unter der Überschrift „Europas Milcherzeugung steigt“ (2) ausgeführt, dass die Menge der produzierten und verarbeiteten Milch durch gezielte Industrialisierungen in praktisch allen besetzten Ländern rasante Zuwächse erreichte. Folgend einige Auszüge:

„So wurde zum Beispiel in Rumänien im Interesse der Förderung der Milchproduktion eine Bewirtschaftungsstelle für Milchverwertung gegründet.

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