Reißt die Mauern ein!

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14-11-18 10:37:00,

Kinder bauen in den Schulen innerliche Mauern, die sie später nur schwerlich einreißen können. Die Lehrer sagen ihnen jeden Tag aufs Neue, worin sie nicht gut sind und was sie nicht können. Dann bauen die Kinder Mauern an diese Stellen, die sie einschränken und ihre Freiheit und ihr eigenes Potenzial vergessen lassen. Sie hemmen sich selbst und trennen sich von einem wichtigen Teil ihrer selbst ab: Von ihrer Intension, ihrer Kreativität, ihrer Spontanität, ihren eigentlichen Wünschen und Visionen, kurz: von ihrem Herzen. So werden sie formbar, wie der Staat sie haben will.

Später in ihrem Leben funktionieren sie dann perfekt als Konsumenten und Produzenten. Aber nicht als Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen. Sie übernehmen die vorherrschenden Bilder der Gesellschaft, übernehmen fremde Bedürfnissen aus der Werbung und leben ein angepasstes Leben im selbstgebauten goldenen Käfig. Dabei vergessen sie ihr eigenes Potential immer mehr, bis es verkümmert. Der heutige Ist-Zustand: Die Kultur kommt zum Erliegen und die Gesellschaft stagniert.

Dabei lebt in jedem Kind ein Drache, der jeden fremdbestimmten Tag in der Schule gegeißelt und geschlagen wird. Dieser Drache möchte frei sein, möchte etwas Besonderes sein, möchte sich nichtlinear entwickeln und er sehnt sich nach einer Welt voller Liebe und Empathie. Doch nach der Schulzeit findet er kaum mehr Gehör. Da die Welt den Kindern nur beibringt, Mauern zu bauen statt Brücken, schließen sie ihren Drachen in sich ein. Oftmals bis ins hohe Alter.

Sie haben erfahren, dass nur Leistung zählt. Sie haben Liebe und Zuneigung in der Schule gesucht und stattdessen Bewertung und Wettbewerb bekommen. Weil, laut den Erwachsenen, die selbst hinter ihren Mauern leben, so leider „eben das Leben läuft“. Aber diese Botschaft ist falsch! Wenn man nur Wettbewerb und Konkurrenz sehen möchte, dann wird man auch nur beides sehen. Doch außerhalb der Mauer findet das volle Leben statt. Geht man in dem Fluss des Lebens baden, kann man sich und das Leben wieder fühlen.

Also muss sich jeder entscheiden: Entweder, er reißt die Mauern selbst ein, oder er versteckt sich ewig dahinter. Dann staut sich das Drachenfeuer zu großer Unzufriedenheit auf. Das Potential zum Weltverändern kehrt sich ins Negative und richtet sich gegen einen selbst. Dann werden Menschen depressiv, erleben einen Burnout oder werden zur Maschine, die funktioniert – bis sie zu alt sind und ausgetauscht werden.

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